Niedersächsischer
Schachverband
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Landes-Dähne-Pokal 2005 Niedersachsen
Sonntag, 21. August 2005 von Archiv

Der Landes-Dähne-Pokal 2005 fand wieder im Kulturtreff Hainholz in Hannover statt.

Das Viertelfinale war am Samstag, den 20.08.2005, ab 13.30 angesetzt.
Leider hatte ein Bezirk keinen Teilnehmer gemeldet. Nach Rücksprache mit Martin Willmann
und den anwesenden Teilnehmern erhielt ich die Starterlaubnis.

Viertelfinale:
1. Brett: Meesen(Union Oldenburg) -:+ Opaska(SG JFZ Schöningen)
2. Brett: Obert(Weiß-Blau-Eilenriede) 1:0 Marks(SK Gronau)
3. Brett: Härig(MTV Tostedt) 1-0 Wessel(SC Dünsen)
4. Brett: Lehmkuhl(SF Buxtehude) -:+ Penter(SK Turm)
Der Schachfreund Lehmkuhl kam leider über 1 Stunde zu spät an.
Er stand leider im Stau vor Hannover.

Das 1. Halbfinale fand noch am Samstag ab 14.30 Uhr statt.
1. Brett: Penter(SK Turm) Remis Opaska(SG JFZ Schöningen)
Die Schnellschachpartie gewann Ines Opaska.

Am Sonntag, den 22.08.2005 ab 11.00 Uhr begann die 2. Halbfinalpartie:
2. Brett: Härig(MTV Tostedt) Remis Obert(Weiß-Blau-Eilenriede)
Die Schnellschachpartie endete erneut unentschieden.
Die erste Blitzpartie gewann Wilfried Härig.

Wir wünschen Ines Opaska und Wilfried Härig viel Erfolg
im Finale am 17.09.2005 in Verden an der Aller.

Nach Informationen von Günter-Fritz Obert

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IM-Turnier in Grömitz: Die letzten 4 Tage aus der Sicht von Suren Petrosian
Samstag, 6. August 2005 von Archiv

Mittwoch, 3.August 2005
Die vierte Runde wurde als Einzelrunde ausgetragen und zeigte viel Kampfgeist…. >>Weiter

Donnerstag, 4.August 2005
Donnerstag war wieder Doppelrundentag…. >>Weiter

Freitag, 5.August 2005
Die siebte Runde stand am Freitag auf dem Programm…. >>Weiter

Samstag, 6.August 2005
Am Abschlusstag stand noch einmal eine Doppelrunde auf dem Programm…. >>Weiter

Nach Informationen von Suren Petrosian…. Mittwoch, 3.August 2005
Die vierte Runde wurde als Einzelrunde am Mittwoch ausgetragen und zeigte viel Kampfgeist.

Zuerst war die Partie des Großmeisters Zigurds Lanka gegen den Hamburger Niclas Huschenbeth entschieden. Niclas’ Verteidigung gegen den Spanier des Letten entstammte aus dessen eigenen Ideen. Der Großmeister bemerkte dazu: „Ich musste gegen meine eigene Variante antreten, aber Niclas hat etwas vergessen. Er ließ f4 zu, danach war es schon fast aus.“ Gegen den daraus resultierenden Königsangriff hatte der Schwarze nix entgegenzusetzen und wurde Matt gesetzt.

Die Rubinstein-Variante im Franzosen war das Thema der Partie Mikhail Zaitsev gegen Nikolas Lubbe. Nachdem der Niedersachse eine schwächere Variante wählte, kam der Weiße mit dem Bauernvorstoß g2-g4-g5 zu gutem Figurenspiel und viel Aktivität. Bei entgegen gesetzten Rochaden, erhöhte er weiterhin den Druck bis er Material und später die Partie gewann.

Eine eher unbekannte, aber dennoch höchst spannende Variante kam bei der Partie Jan-Hendrik de Wiljes gegen Suren Petrosian aufs Brett. Bereits früh entstand hier eine sehr komplizierte und verwickelte Stellung, in der der Internationale Meister einen Bauern opferte, um sich zu befreien und aktives Spiel zu erlangen. Beide Spieler müssen sehr viel rechnen. In Zeitnot wurde die Stellung noch komplizierter und schließlich war es der Weiße, der fehl griff und die Partie verlor.

Hannes Langrock versuchte sich mit den schwarzen Steinen im angenommenen Damengambit gegen Michael Kopylov. Nachdem der Weiße früh einen Bauern gewann, war es fortan jedoch der Hamburger, der seine Figuren besser platzierte. Mit abnehmender Zeit bot er remis, was jedoch abgelehnt wurde. Die Stellung besserte sich dennoch weiter für Schwarz, der kurz darauf zwei Bauern gewann. Kopylov fand eine Abwicklung, die ihn in ein Endspiel mit einer Qualität weniger brachte, allerdings mit guten Remisaussichten, da die Verwertung des schwarzen Vorteils schwer schien. Nach über 150 Zügen Kampf einigten sich dann beide Spieler auf remis.

In der Partie von Stefan Breuer gegen Alexander Markgraf kam eine Variante des Alapin-Sizilianers auf das Brett, in der Weiß mit der Dame auf d4 nimmt. Schwarz schien gut vorbereitet und erreichte schon frühzeitig eine gute Stellung mit aktivem Spiel. Weiß schaffte es allerdings alle Drohungen zu parieren und gelangte nun besser ins Spiel, gewann kurze Zeit später einen Bauern. Eine Abwicklung in ein ungleichfarbiges Läuferendspiel führte dann zum remis.

Nach vier Runden führten damit drei Spieler mit je drei Punkte: GM Zigurds Lanka, IM Suren Petrosian und FM Hannes Langrock, der noch beste Aussichten auf eine Norm besitzt.

Donnerstag, 4.August 2005
Donnerstag war wieder Doppelrundentag.

In der ersten Runde konnte es bereits zu einer kleinen Vorentscheidung kommen, denn zwei der drei Spitzenreiter trafen aufeinander. Allerdings fand auch der Großmeister Zigurds Lanka aus Lettland kein Mittel gegen die ausgefallene Eröffnung mit 1.b3 des Hamburgers Hannes Langrock, um Vorteil zu erlangen. Man einigte sich aus remis.

Auch die Partie Suren Petrosian gegen Michael Kopylov endete remis, nachdem keiner der beiden Kontrahenten in der Lage war, einen Vorteil zu erzielen. Damit blieb das Spitzentrio beieinander.

Remis endete ebenfalls die Paarung von Niclas Huschenbeth und Mikhail Zaitsev. Während der Eröffnung schien Weiß Vorteil zu besitzen. Er versuchte anhand eines Königsangriffes den Schwarzen stark unter Druck zu setzen. Nach dem Damentausch konnte sich der Internationale Meister jedoch nach und nach befreien. Mit einem Qualitätsopfer versuchte Huschenbeth nochmals, die Stellung zu gewinnen, doch nachdem der Schwarze diese einfach zurückgab, verflachte die Stellung und endete im Unentschieden.

Währenddessen holte Jan-Hendrik de Wiljes mit den schwarzen Steinen seinen ersten Sieg gegen Alexander Markgraf. In einer französischen Partie sah die Stellung lange Zeit ausgeglichen aus, allerdings mit besseren Chancen für Weiß, da er die aktivere Position besaß. Nachdem ein Remisgebot des Schwarzen abgelehnt wurde, verschlechterte sich jedoch die Weiße Stellung zunehmend. Schwarz gewann nach und nach die Oberhand, lehnte remis ab, und konnte seinen weißfeldrigen Läufer abtauschen. Im entstanden Doppelturmendspiel gewann er erst einen Bauern und später die Partie.

Dramatisch ging es in der letzten Parte der Vormittagsrunde zu. Nikolas Lubbe spielte mit den weißen Steinen gegen Stefan Breuer. Nach der Eröffnung besaß er Vorteil. Der gegnerische König hing im Zentrum fest, während die Figuren des jungen Wilhelmshaveners gut harmonierten. Mit einer taktischen Abwicklung opfert er die Dame gegen Turm, Läufer und Bauer. Durch ungenaues schwarzes Spiel gewinnt er sogar noch ein Turm, als dieser sich gegen seinen Freibauern opfern musste. Diesen verlor er allerdings nach einem Rechenfehler wieder. Ein schwarzer Freibauer und die Dame entschieden dann die Partie zu Gunsten des Schwarzen. Damit zog Breuer mit der Spitzengruppe gleichauf, womit nun vier Spieler mit 3,5 Punkten aus fünf Runden führen.

In der Nachmittagsrunde schien verheißungsvoll zu werden.

Zigurds Lanka musste gegen Suren Petrosian antreten. Beide spielten noch um den Turniersieg. Mit dem entstandenen Remis bewahren sie sich auch weiterhin ihre Chancen.

Mikhail Zaitsev fuhr unterdessen seinen zweiten Sieg ein. Mit den weißen Steinen gewann er erneut in der Rubinsteinvariante des Franzosen gegen Stefan Breuer. Diesmal wählte der Internationale Meister eine andere Variante, gelangte aber auch auf diesem Wege zu Raum- und Stellungsvorteil. Bei entgegen gesetzten Rochaden überzeugte sein Angriff und der Gewinn eines Bauern kombiniert mit dem Durchzug seines eigenen, gewann die Partie.

Michael Kopylov musste gegen Alexander Markgraf mit Weiß seine erste Niederlage hinnehmen. Im Holländer glich der Schwarze schnell aus. Nach ungenauem weißem Spiel verlor dieser zunächst einen Bauern. Bei dem Versuch diesen wiederzugewinnen, folgte eine Qualität. Diesen Vorteil wusste Markgraf auszunutzen und gewann kurze Zeit später.

Das niedersächsische Duell de Wiljes gegen Lubbe endete remis. Nachdem der Weiße aus Angst vor einer Vorbereitung anders eröffnete, war es Lubbe, der in der Eröffnung eine zweischneidige Variante wählte, und de Wiljes, der ungenau spielte. Schwarz gewann einen Bauern. Dafür besaß Weiß allerdings Kompensation. Um einem ähnlichen Schicksal wie vom Vormittag zu entgehen, bot Lubbe remis. Dies nahm de Wiljes an. Im Nachhinein gab es Lob vom zu Besuch kommenden GM Karsten Müller für seinen Schützling.

Die letzte Partie des Tages zwischen Niclas Huschenbeth und Hannes Langrock endete ebenfalls remis. Beide Spieler waren vorbereitet, doch schien die weiße Position vorteilhaft. Die Stellung war jedoch äußerst kompliziert. Huschenbeth wählte jedoch die falsche Idee, was ihm anstatt eines starken h-Freibauerns und sicherer Struktur ein schlechteres Endspiel verschaffte. Langrock verpasste jedoch seine Chance auf einen Sieg, womit die Stellung verflachte und sich beide Spieler einigten.

Damit führt nach der sechsten Runde ein Trio mit vier Punkten: GM Lanka, IM Petrosian und Hannes Langrock, der sich weiterhin auf Normkurs befindet.

Freitag, 5.August 2005
Die siebte Runde stand am Freitag auf dem Programm.

Suren Petrosian trat mit den weißen Steinen gegen Niclas Huschenbeth an. Beide erreichten eine Symmetriestellung, die keiner als besser einschätzte. Remis war die logische Schlussfolgerung.

Ebenfalls remis endete die Begegnung zwischen Nikolas Lubbe und Michael Kopylov. Um einem theoretischen Geplänkel und einer möglichen Vorbereitung aus dem Weg zu gehen, wählte der Internationale Meister aus der Ukraine die Eröffnung 1. … b6. Der Niedersachse ließ sich davon allerdings nicht beeindrucken und erarbeitete sich einen Raumvorteil. Schwarz blieb dabei jedoch ohne wirkliche Schwäche. Das Remisangebot nahm das Nachwuchstalent dann schließlich an.

Überzeugen konnte abermals Hannes Langrock. Er besiegte den Internationalen Meister Mikhail Zaitsev und rückte damit seinem Ziel, dem Erreichen einer IM-Norm ein großes Stück näher. Die ganze Zeit im Vorteil verwertete er seine bessere Stellung aus dem Spanier heraus sehr geschickt. Er wickelte frühzeitig in ein einfach gewonnenes Doppelturmendspiel ab. Mit nun fünf Punkten fehlt ihm noch einer für das Erreichen der Norm.

Samstag, 6.August 2005
Am Abschlusstag stand noch einmal eine Doppelrunde auf dem Programm.

Hannes Langrock sicherte sich mit einem Remis gegen Suren Petrosian in einer Caro-Kann-Partie gute Chancen auf eine IM-Norm. Mikhail Zaitzev gewann gegen Jan-Hendrik de Wiljes in der Vorstoßvariante der Französischen Verteidigung früh eine Qualität, die er nach langem Kampf im Endspiel verwerten konnte.

Michael Kopylov konnte gegen Stefan Breuer aus der Eröffnung heraus einen positionellen Vorteil aufbauen, den er später durch einen Freibauervormarsch taktisch verwerten konnte.

Bei den beiden längsten Partien des Vormittags waren die beiden jüngsten Spieler des Turniers beteiligt. In der Partie zwischen GM Zigurds Lanka und Nicolas Lubbe kam die Skandinavische Verteidigung auf das Brett. Lanka gab die Qualität für Initiative, konnte diese aber bis ins Endspiel ausbauen. Im Endspiel gab Nicolas noch den Turm gegen einen Freibauern, um mit drei Bauern gegen Läufer und Bauer sicher remis zu machen.

Ein hartnäckiger Kampf entstand erwartungsgemäß bei der Partie zwischen Niclas Huschenbeth und Alexander Markgraf. Da für Alexander nach den letzten beiden Siegen in der 6. und 7. Runde nur 2 aus 2 zur IM-Norm reichen, musste er gegen den 18. der U14-Weltmeisterschaft auf Gewinn spielen. Niclas machte es Alexander sehr schwer. In einem Sizilianer stand Alexander zwar aktiver und hatte mehrfach Vorteil, musste aber in ein Bauernendspiel mit 3 gegen 2 Bauern abwickeln. Das Endspiel war nicht leicht zu spielen, so dass Alexander mit etwas Hilfe seines Gegners die Partie gewinnen konnte.

In der 9.Runde sicherte sich zunächst einmal Suren Petrosian mit einem Remis gegen Mikhail Zaitzev einen Platz im ersten Drittel der Tabelle und hat gute Chancen, bester IM des Turniers zu werden. GM Zigurds Lanka konnte gegen Stefan Breuer von taktischen Drohungen gegen den unrochierten König profitieren und in 22 Zügen gewinnen.

Ähnlich verlief die Partie zwischen Jan-Hendrik de Wiljes und Michail Kopylov. Michael konnte die etwas deplazierten weißen Figuren nach 20 Zügen taktisch zum Vorteil nutzen.

Die vorletzte Partie war die der beiden jüngsten Teilnehmer im Turnier. Niclas Huschenbeth überzeugte gegen Nicolas Lubbe durch ein doppeltes Qualitätsopfer mit anschließendem Mattangriff.

Die größte Kampfbereitschaft zeigte Alexander Markgraf , der die letzte Partie gegen Hannes Langrock gewinnen konnte und eine IM-Norm schaffte. Mit 4 aus 4 in den letzten Runden war dies auch verdient.

FM Alexander Markgraf gewinnt das IM-Turnier in Grömitz mit 6/9 und…
Samstag, 6. August 2005 von Archiv

… erreicht eine IM-Norm !!!

Mit einem energischen Endspurt mit 4/4 konnte FM Alexander Markgraf (SC Tempo Göttingen) nach verhaltenem Beginn das Turnier gewinnen. Etwas unglücklich lief das Turnier für FM Hannes Langrock (Hamburger SK). Er verpasste leider mit einer Niederlage in der letzten Runde gegen Markgraf die begehrte Norm. Auf der Rückfahrt sagte er enttäuscht: "Sch…, ich war so nah dran, aber was soll ich machen. Alexander hat sich in einen Rausch gespielt. Das konnte man sehen und die Gegner haben es auch gemerkt. Unsere Partie lief eigentlich für mich gut, doch dann wurde es kompliziert und ich bin nervös geworden. Alexander schien seine Nerven im Zimmer gelassen zu haben."

Ein Abschlussbericht, die Tabelle und evtl. kommentierte Partien folgen.

IM-Turnier Grömitz Runde 7
Donnerstag, 4. August 2005 von Archiv

Ergebnisse der 7. Runde:

Petrosian – Huschenbeth =
Lubbe – Kopylov =
Langrock – Zaitsev 1-0
Breuer – de Wiljes 0-1
Markgraf – Lanka 1-0

Rundenbericht von Suren Petrosian:

Freitag, 5.August 2005

Die siebte Runde stand am Freitag auf dem Programm.

Suren Petrosian trat mit den weißen Steinen gegen Niclas Huschenbeth an. Ein Bauernopfer in der Eröffnung nahm der Hamburger nicht an und so erreichten beide eine Symmetriestellung, die keiner als besser einschätzte. Remis war die logische Schlussfolgerung.

Ebenfalls remis endete die Begegnung zwischen Nikolas Lubbe und Michael Kopylov. Um einem theoretischen Geplänkel und einer möglichen Vorbereitung aus dem Weg zu gehen, wählte der Internationale Meister aus der Ukraine die Eröffnung 1. … b6. Der Niedersachse ließ sich davon allerdings nicht beeindrucken und erarbeitete sich einen Raumvorteil. Schwarz blieb dabei jedoch ohne wirkliche Schwäche. Das Remisangebot nahm das Nachwuchstalent dann schließlich an.

Überzeugen konnte abermals Hannes Langrock. Er besiegte den Internationalen Meister Mikhail Zaitsev und rückte damit seinem Ziel, dem Erreichen einer IM-Norm, ein großes Stück näher. Die ganze Zeit im Vorteil verwertete er seine bessere Stellung aus dem Spanier heraus sehr geschickt. Er wickelte frühzeitig in ein einfach gewonnenes Doppelturmendspiel ab. „Es war ein Eröffnungssieg“, äußerte er zufrieden nach der Partie. Mit nun fünf Punkten fehlt ihm noch einer für das Erreichen der Norm.

Seinen zweiten Sieg konnte Jan-Hendrik de Wiljes mit Schwarz gegen Stefan Breuer verbuchen. In der französischen Abtauschvariante konnte der Weiße keinen Vorteil erlangen. Schwarz erhöhte im Folgenden zunehmend den Druck, gewann Raum und verbesserte sine Figurenstellung, während der Weiße mehr und mehr zurückgedrängt wurde. De Wiljes gewann einen Bauern. In Zeitnot versuchte der Weiße das Ruder noch zu wenden, was jedoch nichts mehr brachte. „Es geht doch noch“, sagte der Ricklinger nach der Partie.

Am längsten dauerte die Partie von Alexander Markgraf gegen Zigurds Lanka. Im Rauser wählte Markgraf eine Nebenvariante, welche gleiches Spiel hervorbrachte. Im Mittelspiel mit ungleichen Läufern schien es dann der Weiße zu sein, der die Überhand gewann. Er opferte zwei Bauern für die Aktivierung seiner Türme und das Eindringen in die gegnerische Stellung. Das Remisangebot des Großmeisters ablehnend versuchte der Deutsche noch mal alles. Er gewann zunächst die zwei Bauern wieder, tauschte die Türme und verblieb mit einem starken Freibauern. Der Großmeister fand lange Zeit die besten Verteidigungszüge, übersah dann jedoch noch den Verlust zweier weiterer Bauern und gab später auf.

Nach der siebten von neun Runden führt damit Hannes Langrock mit fünf Punkten vor Suren Petrosian (4,5) und Alexander Markgraf, der gleichauf mit Zigurds Lanka ist.

IM-Turnier Grömitz Runde 4, 5 und 6
Donnerstag, 4. August 2005 von Archiv

Ergebnisse Runde 4:

Zaitsev – Lubbe 1-0
Breuer – Markgraf =
de Wiljes – Petrosian 0-1
Kopylov – Langrock =
Lanka – Huschenbeth 1-0

Ergebnisse Runde 5:

Huschenbeth – Zaitsev =
Langrock – Lanka =
Petrosian – Kopylov =
Markgraf – de Wiljes 0-1
Lubbe – Breuer 0-1

Ergebnisse Runde 6:

Zaitsev – Breuer 1-0
de Wiljes – Lubbe =
Kopylov – Markgraf 0-1
Lanka – Petrosian =
Huschenbeth – Langrock =

Rundenberichte von Suren Petrosian:

Mittwoch, 3.August 2005

Die vierte Runde wurde als Einzelrunde am Mittwoch ausgetragen und zeigte viel Kampfgeist.

Zuerst war die Partie des Großmeisters Zigurds Lanka gegen den Hamburger Niclas Huschenbeth entschieden. Niclas’ Verteidigung gegen den Spanier des Letten entstammte aus dessen eigenen Ideen. Der Großmeister bemerkte dazu: „Ich musste gegen meine eigene Variante antreten, aber Niclas hat etwas vergessen. Er ließ f4 zu, danach war es schon fast aus.“ Gegen den daraus resultierenden Königsangriff hatte der Schwarze nix entgegenzusetzen und wurde Matt gesetzt.

Die Rubinstein-Variante im Franzosen war das Thema der Partie Mikhail Zaitsev gegen Nikolas Lubbe. Nachdem der Niedersachse eine schwächere Variante wählte, kam der Weiße mit dem Bauernvorstoß g2-g4-g5 zu gutem Figurenspiel und viel Aktivität. Bei entgegen gesetzten Rochaden, erhöhte er weiterhin den Druck bis er Material und später die Partie gewann.

Eine eher unbekannte, aber dennoch höchst spannende Variante kam bei der Partie Jan-Hendrik de Wiljes gegen Suren Petrosian aufs Brett. Bereits früh entstand hier eine sehr komplizierte und verwickelte Stellung, in der der Internationale Meister einen Bauern opferte, um sich zu befreien und aktives Spiel zu erlangen. Beide Spieler müssen sehr viel rechnen. In Zeitnot wurde die Stellung noch komplizierter und schließlich war es der Weiße, der fehl griff und die Partie verlor.

Hannes Langrock versuchte sich mit den schwarzen Steinen im angenommenen Damengambit gegen Michael Kopylov. Nachdem der Weiße früh einen Bauern gewann, war es fortan jedoch der Hamburger, der seine Figuren besser platzierte. Mit abnehmender Zeit bot er remis, was jedoch abgelehnt wurde. Die Stellung besserte sich dennoch weiter für Schwarz, der kurz darauf zwei Bauern gewann. Kopylov fand eine Abwicklung, die ihn in ein Endspiel mit einer Qualität weniger brachte, allerdings mit guten Remisaussichten, da die Verwertung des schwarzen Vorteils schwer schien. Nach über 150 Zügen Kampf einigten sich dann beide Spieler auf remis.

In der Partie von Stefan Breuer gegen Alexander Markgraf kam eine Variante des Alapin-Sizilianers auf das Brett, in der Weiß mit der Dame auf d4 nimmt. Schwarz schien gut vorbereitet und erreichte schon frühzeitig eine gute Stellung mit aktivem Spiel. Weiß schaffte es allerdings alle Drohungen zu parieren und gelangte nun besser ins Spiel, gewann kurze Zeit später einen Bauern. Eine Abwicklung in ein ungleichfarbiges Läuferendspiel führte dann zum remis.

Nach vier Runden führten damit drei Spieler mit je drei Punkte: GM Zigurds Lanka, IM Suren Petrosian und FM Hannes Langrock, der noch beste Aussichten auf eine Norm besitzt.

Donnerstag, 4.August 2005

Donnerstag war wieder Doppelrundentag.

In der ersten Runde konnte es bereits zu einer kleinen Vorentscheidung kommen, denn zwei der drei Spitzenreiter trafen aufeinander. Allerdings fand auch der Großmeister Zigurds Lanka aus Lettland kein Mittel gegen die ausgefallene Eröffnung mit 1.b3 des Hamburgers Hannes Langrock, um Vorteil zu erlangen. Man einigte sich aus remis.

Auch die Partie Suren Petrosian gegen Michael Kopylov endete remis, nachdem keiner der beiden Kontrahenten in der Lage war, einen Vorteil zu erzielen. Damit blieb das Spitzentrio beieinander.

Remis endete ebenfalls die Paarung von Niclas Huschenbeth und Mikhail Zaitsev. Während der Eröffnung schien Weiß Vorteil zu besitzen. Er versuchte anhand eines Königsangriffes den Schwarzen stark unter Druck zu setzen. Nach dem Damentausch konnte sich der Internationale Meister jedoch nach und nach befreien. Mit einem Qualitätsopfer versuchte Huschenbeth nochmals, die Stellung zu gewinnen, doch nachdem der Schwarze diese einfach zurückgab, verflachte die Stellung und endete im Unentschieden.

Währenddessen holte Jan-Hendrik de Wiljes mit den schwarzen Steinen seinen ersten Sieg gegen Alexander Markgraf. In einer französischen Partie sah die Stellung lange Zeit ausgeglichen aus, allerdings mit besseren Chancen für Weiß, da er die aktivere Position besaß. Nachdem ein Remisgebot des Schwarzen abgelehnt wurde, verschlechterte sich jedoch die Weiße Stellung zunehmend. Schwarz gewann nach und nach die Oberhand, lehnte remis ab, und konnte seinen weißfeldrigen Läufer abtauschen. Im entstanden Doppelturmendspiel gewann er erst einen Bauern und später die Partie.

Dramatisch ging es in der letzten Parte der Vormittagsrunde zu. Nikolas Lubbe spielte mit den weißen Steinen gegen Stefan Breuer. Nach der Eröffnung besaß er Vorteil. Der gegnerische König hing im Zentrum fest, während die Figuren des jungen Wilhelmshaveners gut harmonierten. Mit einer taktischen Abwicklung opfert er die Dame gegen Turm, Läufer und Bauer. Durch ungenaues schwarzes Spiel gewinnt er sogar noch ein Turm, als dieser sich gegen seinen Freibauern opfern musste. Diesen verlor er allerdings nach einem Rechenfehler wieder. Ein schwarzer Freibauer und die Dame entschieden dann die Partie zu Gunsten des Schwarzen. Damit zog Breuer mit der Spitzengruppe gleichauf, womit nun vier Spieler mit 3,5 Punkten aus fünf Runden führen.

In der Nachmittagsrunde schien verheißungsvoll zu werden.

Zigurds Lanka musste gegen Suren Petrosian antreten. Beide spielten noch um den Turniersieg. Mit dem entstandenen Remis bewahren sie sich auch weiterhin ihre Chancen.

Mikhail Zaitsev fuhr unterdessen seinen zweiten Sieg ein. Mit den weißen Steinen gewann er erneut in der Rubinsteinvariante des Franzosen gegen Stefan Breuer. Diesmal wählte der Internationale Meister eine andere Variante, gelangte aber auch auf diesem Wege zu Raum- und Stellungsvorteil. Bei entgegen gesetzten Rochaden überzeugte sein Angriff und der Gewinn eines Bauern kombiniert mit dem Durchzug seines eigenen, gewann die Partie.

Michael Kopylov musste gegen Alexander Markgraf mit Weiß seine erste Niederlage hinnehmen. Im Holländer glich der Schwarze schnell aus. Nach ungenauem weißem Spiel verlor dieser zunächst einen Bauern. Bei dem Versuch diesen wiederzugewinnen, folgte eine Qualität. Diesen Vorteil wusste Markgraf auszunutzen und gewann kurze Zeit später.

Das niedersächsische Duell de Wiljes gegen Lubbe endete remis. Nachdem der Weiße aus Angst vor einer Vorbereitung anders eröffnete, war es Lubbe, der in der Eröffnung eine zweischneidige Variante wählte, und de Wiljes, der ungenau spielte. Schwarz gewann einen Bauern. Dafür besaß Weiß allerdings Kompensation. Um einem ähnlichen Schicksal wie vom Vormittag zu entgehen, bot Lubbe remis. Dies nahm de Wiljes an. Im Nachhinein gab es Lob vom zu Besuch kommenden GM Karsten Müller für seinen Schützling.

Die letzte Partie des Tages zwischen Niclas Huschenbeth und Hannes Langrock endete ebenfalls remis. Beide Spieler waren vorbereitet, doch schien die weiße Position vorteilhaft. Die Stellung war jedoch äußerst kompliziert. Huschenbeth wählte jedoch die falsche Idee, was ihm anstatt eines starken h-Freibauerns und sicherer Struktur ein schlechteres Endspiel verschaffte. Langrock verpasste jedoch seine Chance auf einen Sieg, womit die Stellung verflachte und sich beide Spieler einigten.

Damit führt nach der sechsten Runde ein Trio mit vier Punkten: GM Lanka, IM Petrosian und Hannes Langrock, der sich weiterhin auf Normkurs befindet.

IM-Turnier Grönitz Runde 2 und 3
Dienstag, 2. August 2005 von Archiv

Ergebnisse Runde 2:

Kopylov – Lanka =
Zaitsev – Markgraf 0-1
de Wiljes – Huschenbeth =
Breuer – Langrock =
Lubbe – Petrosian 0-1

Ergebnisse Runde 3:

Petrosian – Breuer =
Lanka – Zaitsev =
Huschenbeth – Kopylov =
Markgraf – Lubbe 0-1
Langrock – de Wiljes 1-0

Nachfolgend der Bericht von Suren Petrosian zur 2. und 3. Runde:

Am Dienstag waren zwei Runden angesetzt. Und so trafen sich fast alle Spieler um 9:15 Uhr, um die zweite Runde des Turniers zu beginnen. Einzig GM Zigurds Lanka kam zehn Minuten zu spät. Sein Gegner war IM Michael Kopylov. In der russischen Partie zeigten beide Kontrahenten geringe Siegesambitionen, weshalb man sich auf Remis einigte.

Anders ging es in den restlichen Partien zu, in denen jeweils hart gekämpft wurde. IM Mikhail Zaitsev überraschte den mit Schwarz spielenden FM Alexander Markgraf in der Eröffnung, indem er in der Alapinvariante des Sizilianers die ungewöhnliche Fortsetzung Sa3 – Sc2 wählte und zunächst d4 nach hinten verschob. Der Deutsche investierte bereits früh in der Partie viel Zeit, was sich jedoch auch bezahlt machte. Nach ungefähr 15 Zügen besaß er eine angenehme Stellung mit entgegen gesetzten Rochaden, in der er sehr gute Angriffsmöglichkeiten besaß, eine Qualität und die Partie gewann.

Zunächst ruhiger ging es in der Partie de Wiljes gegen Huschenbeth zu. Die Theorie des Sizilianers mit Lb5 kannten beide. Mit zunehmender Spieldauer entstand eine für Weiß gut zu spielende Stellung. Er besaß aktives Spiel mit sehr guten Möglichkeiten. Der Hamburger ließ sich allerdings davon nicht beirren. Er opferte eine Qualität für einen Bauern und es entstand eine komplizierte und schwer einzuschätzende Stellung. Die Situation spitzte sich mit abnehmender Bedenkzeit weiter zu. In beidseitiger Zeitnot fand Huschenbeth eine Abwicklung, die ihm ein Dauerschach ermöglichte und die Partie remis enden ließ.

Die Rubinsteinvariante im Franzosen war das Thema auf dem Brett von FM Stefan Breuer und FM Hannes Langrock, der frühzeitig Remis anbot, was jedoch abgelehnt wurde. Bei entgegen gesetzten Rochaden besaß zunächst der Weiße das aktivere Spiel und die besseren Möglichkeiten. Doch nach starken Verteidigungszügen des Schwarzen und einigen Ungenauigkeiten seines Gegners, war es im Folgenden der Hamburger, der das Geschehen bestimmte und der zunehmend Druck auf die Stellung des Weißen ausüben konnte. Dieser opferte zur richtigen Zeit eine Qualität für einen Bauern. Nun war es der junge Hamburger der ungenau spielte und seinen Vorteil verdarb. Das Remis durch Dauerschach kann daher als ein gerechtes Ergebnis angesehen werden.

Heiß und unübersichtlich verlief die Partie von Nicolas Lubbe und IM Suren Petrosian. Nachdem der Armenier früh Remis anbot, überlegte der Wilhelmshavener eine halbe Stunde und spielte weiter. Zunächst opferte Petrosian in der Hauptvariante des beschleunigten Drachens einen Bauern, später eine Qualität und erhoffte sich dadurch aktives Spiel. Das junge deutsche Nachwuchstalent allerdings behandelte die ihm unbekannte Position sehr gut und erzielte eine gewonnene Stellung. Diese verdarb er jedoch in Zeitnot erst ins Remis und wickelte später sogar noch ins verlorene Endspiel ab. Nach starkem Spiel und hartem Kampf musste er enttäuscht aufgeben, der Titelträger hatte sich durchgesetzt.

Die dritte Runde begann mit etwas Verspätung um 14 Uhr. Diesmal trafen alle Spieler pünktlich ein.

Die Partien IM Suren Petrosian gegen FM Stefan Breuer und GM Zigurds Lanka gegen IM Mikhail Zaitsev endeten unspektakulär remis.

Ebenfalls remis trennten sich Niclas Huschenbeth und IM Michael Kopylov, allerdings nach längerem Kampf. Aus der Philidor-Verteidigung entstand eine königsindische Struktur, in der Weiß mehr Raum besaß, allerdings immer auf der Hut sein musste. Die Stellung flachte nach ein paar Täuschen allerdings zunehmend ab, das entstehende Turmendspiel wurde schnell remis gegeben.

Seinen ersten Sieg des Turniers erlangte Nicolas Lubbe mit den schwarzen Steinen gegen FM Alexander Markgraf. In der Skandinavischen Verteidigung opferte der Fidemeister mit b4 einen Bauern, erlangte dafür eine sehr aktive Stellung mit hervorragendem Figurenspiel. Dennoch war die Position kompliziert. Nach weiteren Verwicklungen schien Weiß besser zu stehen, die richtigen Züge waren aber in Anbetracht der bereits aufkommenden Zeitnot vielleicht zu schwer zu finden. Nach einer ungenauen Abwicklung entstand eine Stellung in der Weiß zwar nur einen Turm gegen zwei Figuren und zwei Bauern besaß, allerdings noch gute Aussichten hatte, da Schwarz sehr genau spielen musste. In der Zeitnotschlacht behielt der junge Niedersachse die Übersicht und konnte seinen Gegner bezwingen.

Sieger des Tages war FM Hannes Langrock. Mit seinem Weißsieg gegen Jan-Hendrik de Wiljes übernahm er die alleinige Tabellenführung. Wiederum mit 1.b3 eröffnend entstand diesmal eine ruhigere, positionellere Stellung. Gegen de Wiljes’ Zentrum besaß der Hamburger ein besser koordiniertes Figurenspiel. Die Stellung schien daher lange Zeit unklar. Im weiteren Verlauf, so Langrock, sollte die Stellung des Schwarzen zu bevorzugen sein. Dennoch gewann er, nachdem der Schwarze zunächst ungenau spielte und dann einen Turm einstellte. Während der Analyse war GM Zigurds Lanka über die Stellung begeistert. Er meinte, dass es faszinierend sei, wie schnell der Weiße seine Figuren auf den anderen Flügel verlagern könnte, um dann den Gegner zu erledigen.

Hinter Langrock folgen mit 2 Punkten GM Zigurds Lanka, IM Suren Petrosian und FM Stefan Breuer, der neben Langrock die besten Chancen auf eine Norm behält.

IM-Turnier Grömitz
Dienstag, 2. August 2005 von Archiv

Vom 1. bis 6. August findet in Grömitz ein IM-Turnier der Kategorie V statt. Mit von der Partie sind die niedersächsischen Kaderspieler Stefan Breuer, Nicolas Lubbe, Alexander Markgarf und Jan-Hendrik de Willjes. Für das Erreichen einer IM-Norm werden 6 Punkte benötigt.

Das Teilnehmerfeld:

GM Zigurds Lanka (2531)
IM Michael Zaitsev (2465)
IM Michael Kopylov (2462)
FM Hannes Langrock (2430)
FM Alexander Markgraf (2394)
IM Suren Petrosian (2388)
Jan-Hendrik de Wiljes (2321)
FM Stefan Breuer (2320)
Nicolas Lubbe (2192)
Niclas Huschenbeth (2180)

Ergebnisse Runde 1:

Kopylov – Zaitsev =
Petrosian – Markgraf =
Lanka – de Wiljes 1-0
Huschenbeth – Breuer 0-1
Langrock – Lubbe 1-0

Nachfolgend der Bericht zur 1. Runde von Suren Petrosian:

Seit Sonntag ist Grömitz Schauort eines Jugendschachcamps. Viele junge Schachspieler aus ganz Deutschland sind angereist, um zu trainieren und am Turnier „Grömitzer Sommer“ teilzunehmen, welches erstmalig in 2 Gruppen ausgetragen wird.

Ebenfalls am Montag begann das IM-Turnier der Kategorie V, zu dem zehn Spieler eingeladen wurden. Dabei geht es während der neun Runden nicht nur um den Turniersieg, sondern auch um die heiß begehrten Normen zum Erwerb des Titels eines Internationalen Meisters.

Die erste Runde begann um 14 Uhr. Doch bereits nach einer Stunde waren zwei Partien beendet.

Die Internationalen Meister Michael Kopylov aus der Ukraine mit einer ELO von 2462 und Mikhail Zaitsev (ELO 2465/Russland) einigten sich genauso wie der Organisator und Ausrichter Suren Petrosian (ELO 2388/Armenien) und Alexander Markgraf (ELO 2394/Deutschland) frühzeitig auf Remis.

Anders ging es in den drei verbliebenen Partien zu, in denen sich die Spieler als angriffslustiger erwiesen. Der Internationale Großmeister und vermeintliche Favorit Zigurds Lanka (ELO 2531/Lettland) setzte sich nach zweistündigem Kampf gegen den jungen Ricklinger Jan-Hendrik de Wiljes (ELO 2321) durch. Er erwies sich in der französischen Verteidigung als theoretisch besser und zwang den Schwarzen bereits früh einen Großteil seiner Zeit zu verbrauchen. Riskant spielend nahm dieser einen vergifteten Bauern, was ihm ein paar Züge später zunächst eine Figur und später die ganze Partie kostete. Enttäuscht äußerte de Wiljes nach der Partie: „So eine fette Stellung.“

Die vierte Partie des Tages entschied Stefan Breuer (ELO 2320/Deutschland) mit den schwarzen Steinen gegen den erst 13-jährigen WM-Teilnehmer Niclas Huschenbeth (ELO 2180) aus Hamburg. In der Rubinsteinvariante der Französischen Verteidigung tauschte der Weiße zunächst seinen guten weißfeldrigen Läufer und später noch die Damen. Es entstand ein Endspiel das als leicht besser für Schwarz einzuschätzen ist. Breuer erhöhte den Druck und gewann zuerst einen Bauern und dann die Qualität, bevor sein Gegner im 39. Zug aufgab.

Am längsten spielten der Hamburger Hannes Langrock (ELO 2430) und der 14-jährige Nicolas Lubbe (ELO 2192) aus Wilhelmshaven, der ebenfalls schon an internationalen Meisterschafen teilnahm. Langrock, dem bei diesem Turnier die höchsten Chancen auf das Erreichen der Norm eingeräumt werden, eröffnete überraschend mit 1. b3, um einem theoretischen Geplänkel aus dem Weg zu gehen. So entstand bereits nach wenigen Zügen eine für beide Parteien unbekannte Stellung, die als besser für den Weißen einzuschätzen war und für die beide viel Zeit zum Nachdenken in Anspruch nehmen mussten. Mit zunehmender Knappheit der Zeit erhöhte Langrock auch den Druck auf die Stellung seines Gegners, welcher ein riskantes Figurenopfer beging, dann jedoch falsch fortsetzte. Die daraus entstandene Stellung behandelte der Hamburger fehlerfrei, was ihm seinen ersten Sieg einbrachte. Nach der Partie äußerte er sich: „Es war gewonnen, aber zum Ende hin wurde es eng. Er hat viel Druck gemacht“

So führen nach dem ersten Tag 3 Spieler mit jeweils einem Punkt vor den vier „Schiebern“. Mit Spannung werden am morgigen Vormittag vor allem die Paarungen Kopylov gegen Lanka und Breuer gegen Langrock verfolgt werden. Am Nachmittag muss der lettische GM dann gegen den russischen IM Zaitsev ran.

Tour de Schach – heute in Uelzen
Montag, 18. Juli 2005 von Archiv

Die Tour de Schach, eine Fahrradsternfahrt aus den bisherigen Olympiastätten nach Dresden, in diesem Jahr aus Hamburg, ist gestartet und bereits in Uelzen angekommen.

Heute nachmittag rief mich ein begeisterter Jan Salzmann an: "Die Tour de Schach macht Station in Uelzen… und in der Innenstadt ist der Teufel los". Nach den Hintergrundgeräuschen zu urteilen, kann man das glauben ;-).

Morgen gehts nach Gifhorn und ab 14 Uhr soll der in der Innenstadt ein
Überraschungsprogramm mit Simultanveranstaltungen auf die Radler warten.

Am Wochenende macht die Tour in der Autostadt Wolfsburg Station.

Weitere Infos zur Tour de Schach auf www.schacholympiade.org.

Passlauf: deadline – rien ne vas plus
Samstag, 16. Juli 2005 von Archiv

Liebe Schachfreunde,

der Passlauf ist durch – nichts geht mehr. Alle Meldungen, die mich jetzt erst erreichen, können erst zum 01.01.2006 verarbeitet werden.

Nicht alle bei mir eingegangenen Anmeldungen konnte ich auch vornehmen. In den betroffenen Fällen musste ich eine Meldung wegen Unvollständigkeit bzw. teilweiser Unleserlichkeit zurückweisen. Zwei weitere Vereine haben Spieler angemeldet, die bis dato für einen anderen Verein gespielt haben, ohne

– überhaupt anzugeben, dass er bislang woanders aktiv war,
– eine Freigabe beizufügen bzw. einen Nachweis, dass der alte Verein schriftlich über den Wechselwillen informiert wurde sowie
– dass die entsprechende Abmeldung des alten Vereins bei mir eingegangen ist.

Ein anderer Verein hat einen Spieler abgemeldet und dabei die falsche Mitgliedsnummer angegeben, so dass ich nicht weiß, welcher von beiden Spielern abgemeldet werden sollte. Daher habe ich hier keine Abmeldung vorgenommen.

Beim Versand der Vereinslisten werde ich die betroffenen Vereine entsprechend "aufklären". Um so etwas aber künftig zu vermeiden, bitte ich die entsprechenden Vereine darum, insbesondere beim WECHSEL der MITGLIEDSCHAFT sich mehr Mühe zu geben und der Anmeldung im Idealfall schon eine Freigabe beizufügen. Wenn sie auch gemäß NSV-TO nicht mehr zwingend vorgeschrieben ist, so erleichtert sie den Erfassern die Arbeit doch ungemein u n d hilft, solche Zurückweisungen zu vermeiden!

An dieser Stelle sei erwähnt, dass es auch genügend Vereine gibt, die dementsprechend ihre Meldungen abgeben. Aber halt nicht alle. Möge diese Veröffentlichung sie erreichen …

Klaus Schumacher
NSV-DV-Referent