Niedersächsischer
Schachverband
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LEM – 2. Hälfte
Dienstag, 10. Januar 2017 von Torsten Bührmann

Drama pur! Die 2. Hälfte der LEM versprach zwar im Vorfeld bereits Spannung, doch die tatsächlichen Geschehnisse übertrafen diese Erwartungen sogar noch. Am Ende heißen die neuen Landesmeister Florian Armbrust (SC Tempo Göttingen) und Lara Schulze (SK Lehrte). Die Open-Turniere wurden von Andreas Herrmann (SF Hannover), Oliver Steffens (Delmenhorster SK) und Kristina Lücke (Wilhelmshavener SC) gewonnen.


Meisterturnier
Der Spitzenreiter zur Turniermitte Tobias Vöge (HSK Lister Turm) musste in den Runden 5 und 6 jeweils eine Niederlage gegen die späteren 1. und 2. hinnehmen. Aus dem Rennen um den Titel war er damit raus. Eine besondere Aufholjagd zeigte Sebastian Plischki (SK Rinteln): Nach seinem misslungenen Start gewann er vier Partien in Folge und konnte mit einem Sieg in der Schlussrunde noch um die Tabellenführung kämpfen. Das Remis gegen den Landesmeister genügte dann zu Platz 3, da er die schlechtere Buchholz als Sebastian Müer (SK Union Oldenburg) aufwies. Armbrust verlor als einziger Spieler keine Partie und remisierte gegen seine direkten Verfolger. Folgerichtig hatte er am Ende sogar einen halben Punkt Vorsprung. Jari Reuker (SK Wildeshausen) und Matthias Tonndorf (SV Caissa Wolfenbüttel) konnten sich über Preisgeld freuen, während Alexander Izrailev (Hannover 96), Tobias Vöge und Fabian Stotyn (SK Nordhorn-Blanke) sich für das Meisterturnier 2018 qualifiziert haben.

A-Open
Die 2. Hälfte des A-Opens litt leider unter einigen kampflosen Begegnungen. Teilweise sind dabei die kalten Witterungsbedingungen schuld daran, aber teilweise gab es auch weniger gute Gründe dafür. Andreas Herrmann (SF Hannover) hatte mit einem Kurzremis in der letzten Runde die Nase vorn. Für seinen Gegner Duong Lai Hop (SV Werder Bremen) bedeutete das Platz 4, da sich Udo Lau (SVG Salzgitter) und Dr. Tim Freudenthal (SF Achim) in der Schlussrunde Remis trennten. Herrmann und Lau hatten einen halben Punkt Vorsprung auf vier Spieler mit 5,5 Punkten. Tobias Kügel (Delmenhorster SK) und Steffen Rätzke von Stoyentin (SC Aurich) wurden aufgrund der schlechteren Feinwertung 5. und 6. Über die Qualifikation für das Meisterturnier 2018 dürfen sich (eventuelle Verbandswechsel außer Acht gelassen) auch Ulf Stoy (SK Neustadt) als 7. und Minh Duc Ngo (SK Wildeshausen) als 9. freuen.

B-Open
Der Breloher SC dominierte das B-Open: 4 Spieler in den Top 10, davon die Plätze 2 – 4, stehen für den Verein der Verbandsliga Nord zu Buche. Lediglich Oliver Steffens (Delmenhorster SK) konnte sich mit einem halben Punkt Vorsprung vor dieses kompakte Feld setzen. Mit vier Siegen zum Schluss konnte er die Breloher Konkurrenz noch überflügeln, ohne dass er gegen einen der drei gespielt hat. Zwischen Patrick Lützen, Maximilian Kielpinski, Thomas Grüning (alle Breloher SC) und Björn Rohde (SV Osterode-Südharz) musste die Buchholz oder sogar die SoBerg-Wertung entscheiden.

C-Open
Die meisten Punkte aller 243 Teilnehmer erzielte Kristina Lücke (Wilhelmshavener SC)! Lediglich Adrian Neo Hoke (SV Parensen, 6.) konnte ihr ein Remis abringen, was ihr einen ganzen Punkt Vorsprung auf die Konkurrenz einbrachte. Kurt Fehsenfeld (SF Achim), Lukas Schulze (SK Lehrte), Johann Schlie (Hagener SV) und Jan Pfluger (SF Mahndorf) waren die engsten Verfolger mit jeweils 5,5 Punkten. Dass man für ein starkes Turnier nicht viel Erfahrung benötigt, konnte der junge Samuel Tomasjan (SF Brackel) beweisen: Stolze 204 DWZ gewann er in den 7 Runden!

Stichkampf um Titel der Landesmeisterin
Abschließend spielten die besten Damen aus jedem Turnier in einem Schnellschach-Stichkampf um den Titel der Landesmeisterin. Lara Schulze (SK Lehrte), Madita Mönster (SK Wildeshausen), Jessica Wallat (SC Papenburg) und Kristina Lücke (Wilhelmshavener SC) traten im Rundenturnier gegeneinander an. Nach den drei Runden hatten Madita Mönster und Lara Schulze beide zwei Punkte auf dem Konto, sodass es einen entscheidenden Blitz-Stichkampf geben musste. Dort konnte sich Lara durchsetzen und ist damit Landesmeisterin!

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Die Landesmeisterschaft wird auf eine unbestimmte Zeit verschoben und wird wegen des Aussetzens des Präsenz-Spielbetriebs nicht im Januar 2022 stattfinden können.
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