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Mit IM Tobias Jugelt gibt es einen neuen Sieger beim Andreas Schaar Gedenkturnier

Montag, 18. November 2019, von Benjamin Löhnhardt unter Allgemein

Nach 5 spannenden Runden gab es beim Nordhorner Schachfestival 2 verdiente Sieger in den jeweiligen Gruppen (Ergebnisse vom A-Turnier sowie vom B-Turnier).

In der vierten Runde gab es zumindest an den vorderen Brettern kaum Überraschungen. So ging FM Lara Schulze (SK Lehrte) mit vollen 4 Punkten in die Schlussrunde. Verfolgt von 3 Spielern mit 3,5 Punkten. IM Tobias Jugelt (SK Bremen-Nord), Titelverteidiger Balint Balazs (Hagener SV) und Robin Bentel (Herforder SC). In den Paarungen Jugelt-Schulze und Balazs-Bentel ging es um den Turniersieg.

Am Spitzenbrett generierte sich Jugelt alsbald kleine Vorteile die er stets verbesserte und am Ende zum vollen Punkt führte.

Die Partie am zweiten Brett war schließlich die letzte noch laufende Partie des Turniers. Beide Kontrahenten schenkten sich nichts und hatten am Ende beide unter 30 Sekunden Zeit auf der Uhr. In der zweiten Zeitnotphase konnte Balazs durch eine taktische Abwicklung in ein Endspiel mit Mehrbauern abwickeln, welches er schließlich gewinnen konnte. Aufgrund der schlechteren Feinwertung reihte er sich hinter Jugelt ein und wurde zweiter. Somit hieß der neue Sieger Tobias Jugelt.

Schulze fiel durch die Niederlage auf den dritten Platz ab, den sie noch mit Andreas Hoppe (Hagener SV) teilen musste. Beide hatten auch die gleich Feinwertung. Geld teilen ist einfach, beim Pokal ist das schon schwieriger, somit spielten beide eine Armageddon-Partie und die zahlreich gebliebenen Schachfreunde bekamen nochmal gute Unterhaltung geboten. Schulze musste dabei mit weis gewinnen, während Hoppe ein Remis genügt hätte. Im Endspiel setzte schließlich die Lehrterin die Akzente und holte den vollen Punkt und damit den Pokal.

Die Preisränge komplettiert mit 4 Zählern Mathis Trätmer (Porta Westfalica) auf Rang 5.

Erfolgreichste Spieler des ausrichtenden Verein SK Nordhorn Blanke waren die Landesligaspieler Hans-Joachim Schrader und Jarno Scheffner mit jeweils 3,5 Punkte und den Rängen 9 und 10.

Da mir als Jugendwart des Vereins auch die Jugend besonders am Herzen liegt, möchte ich 3 Jugendliche auch nochmal besonders erwähnen. Alle 3 konnten hohe DWZ-Gewinne verbuchen:

WCM Luisa Bashylina (SG Solingen). Sie kam mit 3,5 Punkten auf dem geteilten 10.Rang ins Ziel. Besonders stark war der Sieg in Runde 2 gegen Arno van Akkeren (SK Nordhorn Blanke)

Jonas Rempe (Doppelbauer Kiel) war der dritte Spieler der sich ebenfalls mit 3,5 Punkten auf den zehnten Platz einfand. Herausragend sein Schlussrundenremis gegen den an Position 4 gesetzten Marcus Müller (SC Garching).

Anna Wilmink (SK Nordhorn Blanke. Die 11-jährige überzeugte mit starkem Schach und hätte um ein Haar in der Schlussrunde noch was Zählbares mitgenommen. Aber auch die 2 erspielten Siege gegen einen hohen Gegnerschnitt waren super. Der Lohn sind über 60 DWZ-Punkte (der höchste Gewinn im A-Open). Besonders stolz darf sie über den Sieg in der vierten Runde gegen Dr. Benedikt Tondera (SG Eilenriede) sein. Immerhin hatte Tondera in der ersten Runde für die erste Turnierüberraschung gesorgt, als er den Setzlistendritten CM Fabian Stotyn schlagen konnte.

In der B-Gruppe gab es mit Alber Merkon (Minerva) nach 4 Runden noch einen Spieler mit allen Punkten. Verfolgt wurde er von Wiebke Veelders (SK Nordhorn Blanke) und Yann Solich (SV Lingen) mit jeweils 3,5 Zählern. Die Spitzenpaarungen waren schließlich. Merkon – Solich und Veelders – Eduard Schal (SC Steinfurt).

Am Spitzenbrett einigte man sich relativ früh auf ein Remis, während am zweiten Brett über 4,5 Stunden um jeden Centimeter gekämpft wurde. Am Ende verlor Veelders unglücklich im Endspiel und rutschte auf Rang 8 ab. Schal hingegen kam so noch als zweiter ins Ziel gefolgt von Solich. Vierter wurde mit ebenfalls 4 Punkten Hannes Kruse (SK Nordhorn-Blanke) und Platz 5 belegte Moustafa Wati (SV Lingen).

Als Vertreter des NSV war Jan Salzmann (SK Lehrte) vor Ort und stellte sich nicht nur dem gut besetztem A-Open sondern ergriff vor der letzten Runde kurz das Wort um den Verantwortlichen um den 1.Vorsitzenden Hartmut Stinn im Namen des NSV für die tolle Durchführung des Turniers zu danken.

Wie bei jedem NSV Grand-Prix-Turnier werden 5 Chessbase-Gutscheine verlost.

Glücksfee Bente Zöllner (Stader SV) zog schließlich u.a. die beiden Spieler die mit ihrer Armageddon-Partie zuvor noch im Mittelpunkt standen und fantastisch gelöst haben (es sollte einfach so sein :))

Die Verantwortlichen freuen sich jetzt schon darauf im kommenden Jahr Mitte/Ende November das folgende 9. Andreas Schaar Gedenkturnier ausrichten zu dürfen und hoffen auf einen erneut hohen Zuspruch aus Norddeutschland, NRW und den Niederlanden.

Nach Informationen von: Fabian Stotyn



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