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Kaderaufstellung Saison 2006-07

Dienstag, 31. Oktober 2006, von Archiv unter Aus dem Archiv

Wir bieten
– Trainingsmaßnahmen mit erfahrenen Trainern und Großmeistern,
– ein IM-Turnier zum Erwerb von Normen für drei bis vier Kadermitglieder,
– Erfahrungsaustausch unter den Kadermitgliedern
– und …

Wir erwarten
– den Willen, sich schachlich weiter zu entwickeln,
– die Teilnahme an den Maßnahmen des Referates,
– eine Spielstärke von mind. 2300,
– Turnieraktivität
– und die Bereitschaft zur Teilnahme an den offiziellen Wettkämpfen und Meisterschaften des NSV, insbesondere der LEM.

Interessierte können sich bis zum 15.11.2006 per Mail an Bernd.Laubsch@web.de bewerben.
Die Mail sollte enthalten:
– Name, Anschrift und Telefonnummer
– E-Mail Adresse
– Geburtsdatum
– Verein, Elo und DWZ
– gespielte Turniere im letzten Jahr

Ein Anspruch auf Aufnahme in den Kader besteht nicht. Bei Gleichrangigkeit erhalten Jüngere den Vorzug. Die NSJ kann einen Spieler nominieren, auch wenn er die erforderliche Spielstärke noch nicht erreicht hat.

Bernd Laubsch, Referent für Leistungssport

Hamburger GSV mit Dieter Jentsch Deutscher Meister!

Sonntag, 22. Oktober 2006, von Archiv unter Aus dem Archiv

Vom 29.09. bis zum 02.10. fanden in Berlin die Dt.Meisterschaften der Gehörlosen statt.

Es siegte der Hamburger GSV mit 8-0 Punkten und
Dieter Jentsch (SC Wolfsburg, 4/4!, ) am 3.Brett.

Den 3. Platz mit 4-4 Punkten und damit seit 40 Jahren endlich wieder eine Medaille erreichte das Team des GSV Braunschweig. (v.l.n.r. Matthias Hinze, Georg Püppke, Michael Gründer, Olaf Hoyer, Juri Degraf, Andre Hartmann und Holger Mende)

Mehr Infos auf www.dg-sv.de

Auslosung Pokal-MM 1. Runde

Sonntag, 22. Oktober 2006, von Archiv unter Aus dem Archiv

Liebe Schachfreunde,

endlich die Auslosung der 1. Runde. Leider ist die Teilnehmerzahl auf einen neuen Tiefstand gesunken.
Deshalb auch die späte Auslosung.

1. Runde 29.10.06
======================================
SV Hankensbüttel/Bodent.- ST Langenhagen
Helmstedter SV – SC Bad Salzdetfurth
SC Stadthagen – SV Hellern
SV Springe – SF Barsinghausen

Spielfrei: Hamelner SV, HSK Post SV Hannover, SK Nordhorn-Blanke, SC Braunschw. Gliesm., Svg Salzgitter, SC Melle 03, SV Bad Essen, SG Weiß Blau Eilenriede, SK Rinteln, SK Bad Harzburg, SG Schinkel, SC Vahr, TuS Varrel, SC Stadthagen, SV Bückeburg, Schöninger SV, Fehntjer-SK Rhaud., SF Quakenbrück, SK KS Emden, SF St. Joh. Spelle, SGVeldhausen 07/Uel., TuS Syke, SK Duderstadt, SV Wesel, Eystruper SK, SG Eldagsen/Bad Münder, SV Esens,
SG Ankum/Bersenb

Mit freundlichem Gruß
Willmann, Spielleiter SG Niedersachsen/Bremen

Alle Teilnehmer auf einen Blick als Tabelle PDF (ca.6 kB)

IM-Turnier in Hamburg

Samstag, 21. Oktober 2006, von Archiv unter Aus dem Archiv

IM-Turnier – Zehn Jahre HSK Schachzentrum
in Kooperation mit dem Niedersächsischen Schachverband

9. Runde: Dänischer Doppelsieg


Rangliste

Fünf Remispartien in der letzten Runde täuschen auf den ersten Blick: Fast alle Partien wurden ausgespielt. Mit der letzten Partie verteidigte Klaus Berg den dänischen Doppelsieg gegen Frank Sawatzki, der alles versuchte, mit einem Sieg statt Klaus doch noch zu Jens-Ove Fries-Nielsen aufzuschließen. Die Helden waren also auch am letzten Tage nicht müde, aber die Turnierorganisatoren sind’s und fassen sich heute entsprechend kurz. Morgen werden wir einen genaueren Blick auf die letzte Runde werfen, und natürlich werden wir auch einen abschließenden zusammenfassenden Turnierbericht veröffentlichen.

Wir danken den Teilnehmern, dass sie angekündigt haben, mit einigen Analysen seine schachliche Qualität zu steigern. Und wir danken allen noch einmal für das zugleich freundschaftliche und kämpferische Turnier, mit dem sie die Hamburger Zuschauer begeistert haben. Frank Sawatzki sagte zum Abschied, es sei das schönste Turnier gewesen, an das er sich erinnern könne. Wir hoffen auch auf eine Fortsetzung der von Karsten Müller initiierten Kooperation mit dem Niedersächsischen Schachverband, für dessen Förderung des Turniers ich im Namen des Klubs noch einmal Dank sage. Persönlich möchte ich außer allen Teilnehmern besonders zwei Mitgliedern des Klubs danken, die mir während des ganzen Turniers zur Seite gestanden haben: Ohne unseren Webmaster Gerd Joppe am Computer und Vladimir Loupatty in Haus und Küche hätte ich selbst die schöne, aber auch arbeitsreiche Woche nicht durchgehalten.

Nach einem Bericht von Christian Zickelbein

Noch mehr Infos und Partien auf www.hsk1830.de links unter ‚IM-Turnier 2006‘

IM-Turnier in Hamburg

Samstag, 21. Oktober 2006, von Archiv unter Aus dem Archiv

IM-Turnier – Zehn Jahre HSK Schachzentrum
in Kooperation mit dem Niedersächsischen Schachverband

8. Runde: Lob des Kampfgeistes aller Teilnehmer

„Gilt die Sofia-Regel“ wurde vor dem Turnier scherzhaft gefragt. Sie gilt nicht, und doch spielen fast alle Teilnehmer in fast allen Runden nach eben dieser Regel – und das auch noch in der 8. Runde nach der anstrengenden zweiten Doppelrunde und vor der abschließenden Runde am Sonntag Morgen, zu einem Zeitpunkt, da keiner der Normenjäger noch eine Norm machen kann. Natürlich geht es noch um den Turniersieg, aber vor allem geht es den Spielern darum, Schach zu spielen und die Wahrheit auf dem Brett zu entdecken, von der sich um 21 Uhr auch Karsten Müller, der sich schon mehrfach verabschiedet hat, noch nicht trennen kann, zumal nach fünf Stunden Frank Sawatzki in der letzten laufenden Partie noch seine Gewinnversuche gegen Michael Kopylov fortsetzt.

Und tatsächlich gewinnt Frank Sawatzki und schließt damit zu Michael Kopylov auf! Michael verzichtete auf ein Dauerschach, sondern versuchte nach der Ablehnung seines Remisangebotes im 44. Zug selbst noch zu gewinnen. Dabei stellte er aber zunächst einen Bauern und dann, vielleicht entnervt, gar eine Figur ein:

Nach 53…Dh4+ 54.Kg1 folgte in der Diagrammstellung statt De1+ 54…Df6 55.Sd3 Ld4+ 56.Kf1 Kh6 57.Dh3+ Kg7 58.Dd7 Kg8 59.Sxf4 Le3 60.Sd5 Db2 61.Sxe3 Dc1+ 62.Ke2 1–0 Die beiden Dänen liegen nun vor der letzten Runde wieder einträchtig vorn. Jens-Ove Fries-Nielsen brauchte dazu einen Sieg gegen Sven Bakker, der sich nur kurz eines trügerischen Qualitätsgewinns erfreuen konnte, während Klaus Berg ein Remis reichte. Er hatte lange versucht, ein Springerendspiel mit drei gegen zwei Bauern auf einem Flügel zu gewinnen; er trieb zwar den weißen König in die Ecke, aber Dennes Abel opferte seinen Springer zu einem hübschen Pattschluss. Auch Sven wurde spektakulär matt gesetzt – schön, dass er das Matt für die Kiebitze auch aufs Brett bringen ließ – einige erzählten mir jedenfalls begeistert und zugleich voller Mitgefühl für ihren Klubkameraden vom Partieschluss, den ich selbst nicht miterlebt hatte.

Dennes Abel – Klaus Berg

Nach 72…Kf2 folgte in der Diagrammstellung 73.Sh6 Sxh2 74.Sxg4+! Sxg4 ½–½

Jens-Ove Fries-Nielsen – Sven Bakker

Mit 30…Sxd4 hatte sich Sven gerade einen Bauern geschnappt, nun aber folgte 31.Txd4! Txd4 32.Te7+ Kf6 33.Df7+ Kg5 34.g3 Dc5 35.h4+ Kg4 36.Df3+ Kxf3 37.Le2# 1–0

Sven erklärte anschließend: „Ich bin ausgefertigt“, und Wolfgang Pajeken übermittelte mir diese schöne niederländisch-deutsche Wendung fürs Bulletin und fügte hinzu, er sei es auch. Gegen Martin Breutigam hatte er eine ausgeglichen Stellung auf dem Brett, versuchte dann aber einen fragwürdigen Bauerntausch und wurde spektakulär auf der Grundreihe matt gesetzt. Für Martin ist dies der dritte Sieg in Folge, so dass er wie Frank Sawatzki nun Kontakt zu den beiden führenden Dänen hat.

Martin Breutigam – Wolfgang Pajeken

Nach dem letzten Zug 26.Ld6 war die Fortsetzung 26…f4 27.Dxf4 Lxa2? zu verwegen oder beruhte auf einem taktischen Versehen: 28.Tc7! De8 29.Df7+! 1–0

Auch die zweite Remis-Partie der 8. Runde zwischen Evgueni Chevelevitch und Stefan Breuer wurde in einem Doppel-Turmendspiel ausgekämpft, bis absehbar war, dass der letzte schwarze Bauer auf h3 den letzten weißen Turm kosten würde, so dass nur noch die nackten Könige auf dem Brett gestanden hätten: Remis nach 58 Zügen.

Rangliste nach der 8. Runde

Der Stand vor der letzten Runde verspricht spannende Partien um den Turniersieg, obwohl die Mini-Preise (deren Höhe ich gar nicht zu nennen wage) eigentlich kaum einen Anreiz darstellen können. Es ist halt ein Turnier von echten Schachfreunden mit großem Kampfgeist – eine Sofia-Regel brauchen sie nicht!

Nach einem Bericht von Christian Zickelbein

Noch mehr Infos und Partien auf www.hsk1830.de links unter ‚IM-Turnier 2006‘

IM-Turnier in Hamburg

Freitag, 20. Oktober 2006, von Archiv unter Aus dem Archiv

IM-Turnier – Zehn Jahre HSK Schachzentrum
in Kooperation mit dem Niedersächsischen Schachverband

7. Runde: Keine Normen für die Normenjäger


Rangliste

Nach sieben Runden ist die Normenjagd abgeblasen, aber gekämpft wird weiter. Die vier Remisen der 8. Runde lassen in der Ergebnisliste die spannenden und dramatischen Auseinandersetzungen in fast allen Partien nicht erkennen, deshalb brauchen wir wie immer ein paar Stellungsbilder in unserem hastigen Bulletin – und die Partien verdienten eine genauere Analyse, als wir sie hier, selbst mit der Hilfe von Fritz 9, bieten können. Allenfalls gelingen uns erste Hinweise. Was in der Analyse möglich ist, haben wir ahnen können, als wir einen Augenblick zuschauen konnten, als Karsten Müller – zum ersten Mal zu Besuch bei unserem Turnier – zum niedersächsischen Duell zwischen Stefan Breuer und Frank Sawatzki anregte und die beiden Kontrahenten darstellten, was alles sie gesehen, aber nicht aufs Brett gebracht hatten. Nur eine Partie war schnell beendet, die beiden Spitzenreiter Michael Kopylov und Klaus Berg trennten sich nach 12 Zügen auf Bobby Fischers Spuren friedlich und behaupteten auf diese Weise ihre gemeinsame Führung, weil ihr Verfolger Jens-Ove Fries-Nielsen nicht gewinnen konnte, obwohl er mit seinen Springern sehenswert die Qualität gewonnen hatte und mit Damen und Turm in die schwarze Stellung eingedrungen war, weil Dennes Abel sich aggressiv und einfallsreich verteidigte:

Nach dem letzten Zug 24.Sd5 folgte in der Diagrammstellung 24…Dg6 25.Sc7 Te7 26.Sf5 Txe4 27.Txe4 Dxf5 28.g4 Dg6 29.f5 Df6 30.Se8 Db2 31.Lh4 Sg5 32.Lxg5 hxg5 33.Sxd6 Sf6 34.Sc4 Dxc2 35.Txd8 Sxe4 36.Sd2 Dc5+ 37.Kg2 Sf6 38.Sc4 Sd5 39.De8 b5 40.Td7

40…bxc4 41.Dxf7+ Kh7 42.Dh5+ Kg8 43.Df7+ Kh7 44.Dh5+ Kg8 45.Df7+ ½–½

Wie Dennes Abel verlor auch Frank Sawatzki durch die Remise gegen seinen Landsmann Stefan Breuer in der schon erwähnten Partie die letzte theoretische Normchance: "Nicht geschoben, aber trotzdem Remis!" waren Stefan Worte, als er mir die Partieformulare brachte. Hier die Stellung, in der die beiden die Kampfhandlungen einstellten und eine von vielen Varianten, die sie überlegt und dann doch lieber nicht gespielt hatten:

Frank nahm Stefans Remisangebot nach 21.Le3 an, doch Karsten Müller sah in der folgenden Variante, als ich sie mit Fritz 9 prüfte, doch noch gewissen Chancen für schwarze „Versuche“: 21…Te7 22.d4 Tce8 23.dxc5 Dxa2 24.Ld4 Te2 25.Df3 Lxd4+ 26.Txd4 Txb2 27.Td7 f5 28.Txb7 Txh2 29.Txa7 Dxa7 30.Dd5+ Df7 31.Dxf7+ Kxf7 32.Kxh2] ½–½

Mehr als Gewinnchancen hatte Wolfgang Pajeken gegen Evgueni Chevelevitch in der Stellung, in der er sich nach einer groß gespielten Partie für Dauerschach entschied:

Nach 25…g4 folgte in der Diagrammstellung 26.Txc8 Lxc8 27.fxg4 hxg4 28.Sxg4 Lxg4 29.hxg4 Sxg4 30.Lxg4 Txg4 31.Tf3 Sg6 32.De2 Kg8 33.Th3 Tg5 34.Th5 Lf6 35.Txg5 Lxg5 36.Dg4 Kh7 37.Lf2 Lh4 38.Lxb6 De8 39.Sc3 Le1 40.a4 Db8 41.Dd7+ Kh6 42.Lc7 Df8 43.Lxd6 Df6 44.De6 Dg5 45.Se2 f3 46.Dh3+ Sh4

47.De6+ [47.Kf1 fxe2+ 48.Kxe1 Df4 49.Kxe2 Dxe4+ 50.De3+ Dxe3+ 51.Kxe3 Sf5+ 52.Ke4 Sxd6+ 53.Kxe5+-] 47…Sg6 48.Dh3+ Sh4 49.De6+ ½–½

Die einzige Entscheidung fiel in der Partie zwischen Sven Bakker und Martin Breutigam. Als ich die folgende Diagrammstellung bei einem sehr flüchtigen Besuch im Turniersaal auf dem Brett entdeckte, sah ich zwar die Möglichkeit, den angegriffenen Tc4 zu opfern, aber ich hielt es für ein Notopfer, nicht für eine echte Chance oder sogar besser für Schwarz:

Nach dem letzten Zug 29.Ld3 ging es in der Diagrammstellung so weiter: 29…bxa3 30.Lxc4 axb2 31.e3 Le6 32.Lxe6 fxe6 33.exd4 a3 34.Kg2 [34.Ta1 bxa1D 35.Txa1 Ta8 36.Ta2] 34…a2 35.Tb1 axb1D 36.Txb1 Tb8 37.Kf3 Kf7 38.Ke3 Ke7 39.Kd3 Kd6 40.Kc3 Kd5 41.Txb2 [41.f3] 41…Txb2 42.Kxb2 Kxd4 43.Kc2 Ke4 44.Kd2 Kf3 45.Ke1 Kg2 0–1

Mit seinem zweiten Sieg heute scheint Martin die persönliche Wende im Turnier geschafft zu haben, während Sven weiterhin die rote Laterne mit sich herumschleppen muss. Zum Glück braucht er nur über die Straße – und wird mit einem großen Topf Nudel getröstet.

Harte Rechner könnten das Turnier aufgrund der verpassten IM-Normen für einen Misserfolg halten. Wir sehen es anders: Alle Teilnehmer liefern sich spannende Partien, es herrscht eine gute Atmosphäre – und Wolfgang Pajeken hat trotz seiner langen Rochade in den letzten Tagen Lust auf das nächste Turnier. Und wenn sich auch die Niedersachsen bei uns wohl fühlen, werden wir sicher noch viel zusammen machen können.

Nach einem Bericht von Christian Zickelbein

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IM-Turnier in Hamburg

Freitag, 20. Oktober 2006, von Archiv unter Aus dem Archiv

IM-Turnier – Zehn Jahre HSK Schachzentrum
in Kooperation mit dem Niedersächsischen Schachverband

6. Runde: Michael Kopylov und Klaus Berg an der Spitze

Der Freitag, 20. Oktober, stellt noch einmal hohe Anforderungen an alle Teilnehmer: Die zweite Doppelrunde ist angesagt. Alle saßen pünktlich um 10 Uhr an den für die 6. Runde aufgebauten Brettern und nahmen gefasst die Ankündigung entgegen, dass sie am Wochenende der FBL weichen und die letzten beiden Runden im Jugendraum spielen müssen, der bisher als Analyseraum genutzt wurde. Meine Andeutung, dass die große Form, zu der Schachspieler manchmal erst bei der Analyse auflaufen, sich dem genius loci entsprechend gleich auf die Turnierpartien übertragen könnte, wurde mit einem freundlichen Lächeln quittiert.

Christoph Engelbert brachte heute seine Gäste, unsere dänischen Freunde Jens-Ove und Klaus, zur Runde und lieferte eine weitere Erklärung für ihre gute Form: Jens-Ove hat heute schon 13 km Jogging hinter sich, und sonst gehört der Fußweg von 6 km vom HSK Schachzentrum zu seinem Domizil zu ihrem täglichen Programm, wohlgemerkt: hin und zurück! Das erinnert mich an Artur Jussupows Spaziergänge von Altona zum Patriotischen Gebäude in der Innenstadt, in dem er 1991 unser SKA-Turnier (vor Matthias Wahls) gewann.


Rangliste

11.05 – die erste Entscheidung, Michael Kopylov und Dennes Abel meinen es offenbar gut mit dem Chronisten und ermöglichen ihm eine frühe Arbeit am ersten der beiden heute fälligen Bulletins … Schon nach neun Zügen bot Michael mit Schwarz Remis, Dennes versuchte mit 10.g3-g4 noch eine kleine Drohgebärde, aber vier Züge später schickte er sich in die Turnierstrategie des Meisters, Kraft für die Runde am Nachmittag zu sparen und ein Remis mit Schwarz auch gegen den Turnier-Youngster als gutes Resultat zu werten.
Auch die zweite Partie endete mit einem Remis, denn Evgueni Chevelevitch erreichte nichts gegen Sven Bakkers Caro-Kann, der schnell vollen Ausgleich bekam, so dass Evgueni nach 24 Zügen Remis anbot.
Die erste Entscheidung erreichte Frank Sawatzki, der Wolfgang Pajekens Remisangebot im 10. Zug ablehnte, dann seinen Angriffsläufer gegen einen Springer tauschte, um aufgrund der besseren Entwicklung seiner Figuren den isolierten Bd5 belagern und gewinnen zu können. Mit 3 aus 6 wahrt Frank theoretisch die Chance auf eine Norm, allerdings hat er für die nächsten drei Punkte nur noch drei Partien … Nach glänzendem Start mit 2 ½ aus 3 stellte Wolfgang eine bittere lange Rochade aufs Brett, gleichwohl ist er guten Mutes: „Wann ist das nächste Turnier? Ich bin dabei!“

Klaus Berg sah ich gegen Stefan Breuer nach dessen freiwillig eine schwierige Stellung hinnehmenden Eröffnungsbehandlung (1.d4 d6 2.e4 e5) klar in Vorteil, doch er spielte für mein Gefühl recht vorsichtig und hatte zwar immer einen kleinen Vorteil, der aber letztlich nicht zum Sieg reichte, weil sich Stefan ausgezeichnet verteidigte:

18…Sf6 [18…Sxf2 19.Sxf2 Lc5 scheitert an 20.La3] 19.Scxe5 Sxe5 20.Lxe5 Lxe5 21.Txe5 Td6 22.Tde1 Sd7 23.T5e3 Tf6 24.g3 g5 25.Kg2 a5 26.T1e2 b6 27.Te4 Td5 28.h4 h6 29.hxg5 hxg5 30.g4 Sc5 31.Sxc5 Txc5 32.Te5 Txe5 33.Txe5 Tg6 34.Kf3 Tg8 35.Ke4 Kf6 36.Tb5 Td8 (=) 37.f4 gxf4 38.g5+ Ke7 39.Kxf4 Td4+ 40.Ke3 Tg4 41.c4 Kd6 42.Kf3 Tg1 43.Kf2 Tg4 44.Kf3 Tg1 45.Kf2 ½-½

Die längste Partie lieferten sich die beiden Meister Martin Breutigam und Jens-Ove Fries-Nielsen, für die das Turnier bisher ganz unterschiedlich gelaufen war. Die kritische Stellung der Partie ergab sich nach 20 Zügen, als Jens-Ove mit g7-g5 die Öffnung der f-Linie und sich auf f5 einen schwachen Bauern einhandelte. Martin ließ sich diese Chance nicht entgehen, gewann zunächst einen Bauern, dann das Endspiel und erhielt das Lob seines fairen Gegners, der sich selbst mit der Ansage Mut machte, dass nun das Gewinnen wieder leichter falle. Tatsächlich hat Jens-Ove zum ersten Mal die Führung abgegeben – an Michael Kopylov und Klaus Berg, der die dänische Fahne weiter hochhält.

20…g5 21.f4 exf3 22.Txf3 Sd7 23.Sc3 Sc7 24.Txa8 Sxa8 25.Df2 De6 26.Se2 Dg6 27.Se1 Sc7 28.Sg3 f4 29.exf4 gxf4 30.Txf4 Txf4 31.Dxf4 Se6 32.Dd6 Sdf8 33.Dxc6 Db1 34.Dc3

34…Sxd4 35.Dxd4 Dxe1+ 36.Sf1 Da5 37.b4 Da2 38.Se3 Db1+ 39.Kf2 Se6 40.Dxd5 Db2+ 41.Kg1 Db1+ 42.Sf1 Kf7 43.b5 Ke7 44.h3 Db2 45.Sg3 1-0

Das Rennen um den Turniersieg ist noch völlig offen, IM-Normen sind nur noch für drei Spieler möglich – mit drei Siegen aus drei Partien. Wer soll das schaffen!?

Nach einem Bericht von Christian Zickelbein

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IM-Turnier in Hamburg

Donnerstag, 19. Oktober 2006, von Archiv unter Aus dem Archiv

IM-Turnier – Zehn Jahre HSK Schachzentrum
in Kooperation mit dem Niedersächsischen Schachverband

5. Runde: Drei Meister sind das Maß aller Dinge

Kurz nachdem ich das Bulletin Nr. 4 ausgedruckt hatte, schaute Wolfgang Pajeken im neuen Outfit mit St. Pauli-Totenkopf ins Geschäftszimmer. Hielt ich die Garderobe für eine Kampfansage gegen Klaus Berg, war sie eher ein Kommentar zu meiner (noch gar nicht gelesenen) Bewunderung des meisterhaften Spiels von Michael Kopylov in ihrem Turmendspiel: Viermal habe er das Remis verpasst! Na ja, richtig bleibt: Turmendspiele gehören ins didaktische Programm.

Rangliste


Evgueni Chevelevitch konnte mit Schwarz den „Leader“ Jens-Ove Fries-Nielsen nicht gefährden, obwohl er sicherlich auch mit seinem frühen Damentausch trotz einer anderen Option auf eine schärfere Partie auf Gewinn gespielt hat. Doch Jens-Ove versäumte im 11. Zug sogar eine Chance auf Vorteil, so dass sich beide nach 18 Zügen die Hände reichten. Die taktischen Verwicklungen auf dem Brett (gegenseitige Fesselungen, Doppelangriffe) hätten nur zu Abtauschaktionen mit klarem Ausgleich geführt, so dass Jens-Ove die Führung behauptete, auch wenn er Michael Kopylov und Klaus Berg zu sich aufschließen lassen musste. Drei Meister also sind nach dem Bergfest der 5. Runde das Maß aller Dinge in unserem Turnier, und die Normenjäger müssten nun schon zwei Stück über sich hinaus-wachsen, um die angestrebten 6 Punkte für eine IM-Norm noch zu erreichen.

Klaus Berg ließ sich von Frank Pajekens gefährlichem St. Pauli-Outfit nicht abschrecken und spielte gegen 1.c4 eine scharfe Leningrader Aufstellung und verfügte nach 16 Zügen über einen starken gedeckten Freibauern im Zentrum. Die Entscheidung fiel taktisch:

Nach 26.Sxc5 folgte in der Diagrammstellung 26…Sxd4! 27.Sxd7 Sxe2+ 28.Kf1 Sxc1 29.Sxf8 Lxf8 30.Txc1 Txa2 31.Td1 e3 32.Te1 d4 33.Lxb7 Lb4 34.Te2 Ld2 0-1

Stefan Breuer wollte vermutlich gegen Michael Kopylov mit Weiß alles auf eine Karte setzen, um mit seinem dritten Sieg Normchancen zu bewahren, und spielte mit einem Bauernopfer scharf auf Angriff, hatte aber keine ausreichende Kompensation und wurde schließlich selbst Opfer des Konterangriffs.

Nach 22…bxa4 folgte in der Diagrammstellung 23.Sg5?! Sb6 24.Lc3 axb3 25.cxb3 Te8 und es stellte sich bald heraus, dass Weiß seinen Angriff nicht genügend verstärken kann: 26.Ta1 h6 27.Db2 Dd8 28.Se4 Sbxd5 29.Sxf6+ Sxf6 30.Txa6 Sh5 31.Lxg7 Sxg7 32.Dd2 Sf5 33.Ta7 Kg7 34.b4 Sd4 35.bxc5 dxc5 36.Da2 Te1+ 37.Kh2 Df6 38.Ld5 Sf3+ 39.Lxf3 Dxf3 0-1

Die anderen beiden Niedersachsen spielten offenbar eine niedersächsische Hausvariante: Benoni.
Ihre Gegner legten die Partien unterschiedlich an. Sven Bakker versuchte auf dem Königsflügel anzugreifen, tauschte auch den Fianchettoläufer ab, doch Frank Sawatzki setzte sich energisch zur Wehr, so dass nicht mehr als ein Endspiel heraussprang, in dem Frank mit seiner Dame zwar einen schwachen Bauern auf dem Damenflügel aufs Korn nehmen konnte, doch wurde sie wegen der offenen Stellung des schwarzen Königs auch auf dem Königsflügel gebraucht: Die Zugwiederholung war unausweichlich.

Dennes Abel hatte gegen Martin Breutigam mehr Erfolg. Er überstand eine kritische Phase beim Übergang aus der Eröffnung ins Mittelspiel, in der Martin eine falsche Zugfolge wählte und die Chance verpasste, sich einen Vorteil zu erarbeiten:

Nach 22…Sc5 spielte Weiß 22.axb5 statt sofort im Zentrum mit 22.e5! vorzustoßen. Nach 22…axb5 23.Txa8 Txa8 kam 24.e5 zu spät, der Springer hatte nun das gute Rückzugsfeld e8, Schwarz konnte zunächst ausgleichen, dann einen Freibauern bilden, der Weiß schließlich eine Figur kostete. 24…Se8 25.Lxc5 Dxc5 26.Se4 Dc7 27.e6 f5 28.Sc3 b4 29.Sd1 Dc5 30.Te1 Ta2 31.Dc1 c3 32.bxc3 bxc3 33.Se3 c2 34.Sxc2 Dxc2 35.De3 Dd2 36.Dxd2 Txd2 und Schwarz gewann nach 63 Zügen. Trotz zähen Kampfes musste Martin eine weitere bittere Niederlage hinnehmen – sein Trainingsturnier für die Bundesliga hat er sich bestimmt anders vorgestellt. Dennes hat dagegen nun als bester Niedersachse noch theoretische Chancen auf eine Norm – wie übrigens auch seine Landsleute, die nun allerdings zu einem ganz besonderen Lauf ansetzen müssten.

In der Doppelrunde am Freitag, 20. Oktober, wird sich klären, ob einer der Normenjäger noch mit Hoffnungen in die Partien am Wochenende gehen kann …

Nach einem Bericht von Christian Zickelbein

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