Am schneereichen ersten Wochenende des Jahres 2026 wurden die Niedersächsischen Lösemeisterschaften in Verden ausgetragen. Das Wetter verhinderte leider die Anreise einiger Problemspezialisten.
In überragender Form war einer der Favoriten, der mehrmalige Lösemeister Stephen Rothwell aus Henstedt-Ulzburg. Stephen löste alle Aufgaben korrekt in nur 24 Minuten und wurde damit verdient nach 2023 erneut Lösemeister.
Zweiter, bester Niedersachse und bester Jugendlicher wurde Laurentius Nguyen vom SV Laatzen, der es nach 51 Minuten ebenfalls schaffte, alle Aufgaben korrekt zu lösen. Laurentius bewies damit, dass sein Vorjahresergebnis (nahezu alles genauso wie dieses Jahr bis auf die Gesamtpunktzahl) kein Zufall war und er sich zu einem bemerkenswert guten Problemlöser entwickelt hat.
Der Meister der letzten beiden Jahre, FM Hauke Redmann vom SK Wilhelmsburg, verzweifelte an der Hilfsmatt-Aufgabe und gab dann vorzeitig ab, ohne die vierte Aufgabe gelöst zu haben. Mit 13 Punkten (41 Minuten) landete er auf dem dritten Platz. Orthodoxe Zweizüger löst Hauke vermutlich schneller als jeder andere Norddeutsche, doch Hilfsmattaufgaben gehören offenbar nicht zu seiner Kernkompetenz, wie er selbst frustriert bei der Abgabe zugab.
Ebenfalls an der Hilfsmatt-Aufgabe scheiterten die viertplatzierten David Riemay vom SC Braunschweig Gliedmarode und der mehrmalige Lösemeister Martin Söllig vom SC Bad Salzdetfurth mit ebenfalls 13 Punkten (60 Minuten).
Auf Platz 6 kam der letztjährige drittplatzierte Matthis Berkenkamp vom SK Verden mit 11 Punkten ins Ziel.
Den zweiten Jugendpreis gewann Max Lieb (SF Wilstermarsch & Itzehoe).
ich freue mich, Euch hiermit den Preisbericht zum Thematurnier anlaesslich der Ausgabe Nr. 3000 der Schachecke „Das Schachbrett! in der Landeszeitung fuer die Lüneburger Heide, kurz LZ, verteilen zu koennen! Ausrichter waren die Landeszeitung und der Niedersächsische Schachverband (NSV).
Bei Andreas Thoma bedanke ich mich fuer die Uebernahme des Preisrichteramtes und fuer die Erstellung des Preisberichtes. Diesen hatte er eigentlich schon im Juli fertig, kleinere Textkorrekturen haben urlaubsbedingt leider bis jetzt gedauert. Nach dem Thematurnier zur Ausgabe Nr. 2000 im Jahr 2006, damals geleitet von Hanspeter Suwe, haben die LZ mit der Ausrichtung und Andreas mit der Themenidee nach meiner Ansicht erneut einen schoenen Beitrag fuer die Problemwelt geleistet.
Auszüge aus dem Preisbericht sind in Form einiger ausgezeichneter Probleme bereits in der Zeitung erschienen, beginnend mit dem 1. Preis in der Ausgabe Nr. 3000 vom 19. Juli. Dennoch läuft die Frist fuer Einsprüche gegen den Entscheid ab jetzt, also ab der Verteilung des ganzen Preisberichtes, fuer die Dauer von drei Monaten, also bis Ende November. Einsprüche sind an mich zu richten.
Nun wuensche ich viel Freude beim Studium der ausgezeichneten Aufgaben!
Dear friends of the LZ-problem chess column,
for the thematic tourney announced on the occasion of issue No. 3000 of the chess column „Das Schachbrett“ in the Landeszeitung für die Lüneburger Heide (in short: LZ) , I am glad to launch today the award! The tourney was arranged by the newspaper in cooperation with the Niedersächsische Schachverband (NSV).
I am grateful to Andreas Thoma for taking over the duty of the judge and for supplying the award now distributed. It was mainly finished in July already; because of holidays, some little corrections lastet up to now. After the thematic tourney on the occasion of issue No. 2000 in 2006, leaded by Hanspeter Suwe, I think the LZ by arranging the tourney and Andreas by providing the idea for the theme have again made a fine distribution to the whole chess problem society.
Parts of the award have been published already as some prizes and Hon. Ment. were printed in the newspaper, beginning of course with the 1st prize in issue No. 3000 on July 19th. Apart from this, the period for any objections against the award begins now with distribution oft he whole award and ends by the end of November, after three months. Objections should be addressed to me.
Now I hope you will enjoy the awarded problems!
mit den besten Schachgruessen / best greetings,
Carsten Ehlers
Aus Anlass der bevorstehenden Ausgabe Nr. 3000 ihrer Schachecke schreibt die „Landeszeitung für die Lüneburger Heide“ (LZ) in Kooperation mit dem Niedersächsischen Schachverband ein internationales Kompositionsturnier für orthodoxe Matt-, Hilfsmatt- und Selbstmattaufgaben in maximal 12 Zügen aus, die den Valladao-Task verteilt auf eine Drillings-Darstellung zeigen:
Gefordert sind entsprechend dem obigen Beispiel Aufgaben mit jeweils einer Stellungsveränderung a) zu b) zu c), die in jeder der drei Stellungen im reellen Spiel genau eines der drei Elemente (mindestens einmal) zeigen: Rochade, Bauernumwandlung und en-passant-Schlag. Bei mehreren Lösungen müssen alle das jeweilige Element enthalten. Unterschiedliche Forderungen in den drei Teilaufgaben sind erlaubt, Märchenfiguren und -bedingungen nicht. Stellungen ohne Zeroposition werden bevorzugt. Eine Stellungsveränderung in diesem Sinn sind z.B. das Versetzen, Ersetzen, Hinzufügen oder Weglassen eines Steines, weiterhin Platztausch zweier Steine, Drehung, Spiegelung oder Verschiebung aller Steine.
Einsendungen (max. 3 pro Autor) mit Angabe der Stellung als Diagramm und in Notation und eindeutiger Beschreibung der Stellungsveränderungen bitte bis zum 10.06.2025 an den Turnierdirektor Carsten Ehlers, Wilhelmstraße 41, 38100 Braunschweig bzw. an . Ausführliche Infos befinden sich in dieser PDF.
Es steht ein Preisfonds von 400 € zur Verfügung, der nach Ermessen des Preisrichters Andreas Thoma verteilt wird. Es ist beabsichtigt, ausgewählte Probleme aus dem Preisbericht als LZ Nr. 3000ff. zu veröffentlichen.
Beispielaufgabe: Matt in vier Zügen (11+8) – b) h1=wT; c) wie b, wTh1->a1, aus LZ Nr. 2980 vom 1. März 2025: Andreas Thoma (Groß Rönnau)
Nach Informationen von: Holger Buck, Referent für Problemschach
Während der Einspruchsfrist zum Preisbericht stellte sich heraus, dass es für die mit dem 3. Preis prämierte Aufgabe einen Vorläufer gibt. Dies wurde freundlicherweise von den Autoren der Aufgabe selbst erkannt, sie haben mich darüber informiert. Vielen Dank dafür an Dieter Werner und Norbert Geissler.
Somit wurde von Preisrichter Hans Gruber ein aktualisierter und nun finaler Preisbericht erstellt. Die viertplazierte Aufgabe von Michael Herzberg rückt auf den dritten Preis vor, und der Preisfond wurde neu auf die ersten drei Aufgaben aufgeteilt. Die Preise werden nun zur Auszahlung angewiesen.
Titelverteidiger FM Hauke Reddmann (SK Wilhelmsburg) kann trotz Flüchtigkeitsfehlern seinen Titel verteidigen. Nach nur 26 Minuten (von maximal 60 Minuten) gab Hauke Reddmann seinen Aufgabenzettel ab – waren die Aufgaben zu einfach gewesen? Nein – Hauke war beim Lösen von Schachaufgaben einfach (mal wieder) zu oberflächlich und hatte bei Aufgabe 2 nicht vollständig seinen falschen Lösungszug überprüft und bei der Studie in der Hauptvariante mit 5. Kg7 den Läufer „gefangen“ – was allerdings widerlegbar ist. So kam er am Ende auf 13 Punkte (von 20 möglichen).
Sieger der Lösemeisterschaft 2025 FM Hauke Reddmann und Referent für Problemschach Holger Buck (Quelle: NSV)
Dennoch reichte es damit zum Turniersieg. Niemand erreicht mehr Punkte, und die drei anderen Teilnehmer mit 13 Punkten waren eben langsamer. Laurentius Nguyen (SK Laatzen) wurde zweiter (13 P., 59 Minuten) und zugleich bester Niedersachse und bester jugendlicher Teilnehmer. Den dritten Platz teilten sich Matthis Berkenkamp (SK Verden) und der vielfache Sieger Stephen Rothwell (Henstedt-Ulzburg) mit jeweils 13 Punkten (60 Minuten).
Am Samstag, dem 4. Januar 2025, findet um 20.30 Uhr im Hotel Niedersachsenhof, Lindhooper Str. 97, 27283 Verden/Aller (im Rahmen der Niedersächsischen Landesmeisterschaften), die Niedersächsische Lösemeisterschaft statt. Das Turnier ist offen für Jedermann und dauert 1 Stunde. Ein Startgeld wird nicht erhoben.
Preise: 1. Preis: 50,– Euro + Schachbuch, 2. Preis : 20,– Euro + Schachbuch, danach weitere Buchpreise. Darüber hinaus gibt es für die besten jugendlichen Teilnehmer (U18 oder jünger) als 1.Preis 25,– Euro und als 2.Preis 15,– Euro (Bedingung: mindestens 1 von max 20 Punkten wird erreicht). Ansonsten stehen natürlich für die jugendlichen Teilnehmer ggf. die Geldpreise/Buchpreise zur Auswahl.
Im Anschluss ist wieder eine Problemistenrunde geplant, zu der Gäste herzlich eingeladen sind.
Das Turnier kann man sowohl in Quantität als auch Qualität der Einsendungen als Erfolg werten. Der 1. Preis geht an GMC* Marcel Tribowski (Berlin). Der 2. und 4. Preis bleiben in Niedersachsen und gehen an IMC* Michael Herzberg aus Bad Salzdetfurth. Der dritte Preis geht an IMC* Dieter Werner (CH-Dübendorf)/Norbert Geissler (München). Darüber hinaus wurden zwei Aufgaben mit einer ehrenden Erwähnung ausgezeichnet, drei weitere mit einem Lob. Ausführlicher Bericht von Hans Gruber (Regensburg).
*GMC = Großmeister für Schachkomposition, IMC = Internationaler Meister für Schachkomposition
Am Samstag, dem 6. Januar 2024, findet um 20.30 Uhr im Hotel Niedersachsenhof, Lindhooper Str. 97, 27283 Verden/Aller (im Rahmen der Niedersächsischen Landesmeisterschaften), die Niedersächsische Lösemeisterschaft statt. Das Turnier ist offen für Jedermann und dauert 1 Stunde. Ein Startgeld wird nicht erhoben.
Preise: 1. Preis: 50,– Euro + Schachbuch, 2. Preis : 20,– Euro + Schachbuch, danach weitere Buchpreise. Darüber hinaus gibt es für die besten jugendlichen Teilnehmer (U18 oder jünger) als 1.Preis 25,– Euro und als 2.Preis 15,– Euro (Bedingung: mindestens 1 von max 20 Punkten wird erreicht). Ansonsten stehen natürlich für die jugendlichen Teilnehmer ggf. die Geldpreise/Buchpreise zur Auswahl.
Anlässlich seines 100-jährigen Bestehens schreibt der Niedersächsische Schachverband für sein Ehrenmitglied Manfred Tietze (†17.10.2021), SC Tempo Göttingen 1922, das folgende Kompositionsturnier aus (Ausschreibung, auch auf Englisch):
Strategische/Logische Mehrzüger (n#) mit Gewinn/Verlust von weißem/schwarzem Tempo.
Einsendungen: bis 30.06.2024 an Turnierdirektor Holger Buck,
(max. zwei Kompositionen pro Teilnehmer)
Preisrichter: Prof. Hans Gruber, Regensburg
Preisfonds: 1.000 €, Geld- und Sachpreise
Die Verteilung der Geld- bzw. Sachpreise liegt im Ermessen des Preisrichters Prof. Hans Gruber.
Der vielmalige Lösemeister und Sieger der Jahre 2020 und 2021, Stephen Rothwell aus Henstedt-Ulzburg (SH), war wieder groß in Form und gewann überlegen die Niedersächsische Lösemeisterschaft 2023. Als einziger erreichter er die volle Punktzahl (20) und gab zwei Minuten vor Ende der Zeit pünktlich seinen Lösezettel ab.
Stephen Rothwell wird nach einem Jahr Pause wieder Niedersächsischer Lösemeister (Quelle: Holger Buck)
Zweiter wurde – ebenfalls mit deutlichem Vorsprung – Fabian Tenne vom SK Gronau mit 16 Punkten, der damit auch bester niedersächsischer Teilnehmer ist.
Bester Jugendlicher wurde Nikita Nechitailo (Schach-Drachen Isernhagen) mit 13 Punkten auf Platz 3 deutlich vor Martin Hintz (Pinneberg) und Silas Richter (SK Wildeshausen) mit jeweils 9 Punkten. Wer nachlösen möchte, kann die Aufgaben einsehen und mitmachen. Bitte entnehme dem PDF-Bericht zudem die Lösungen und eine Abschlusstabelle.