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Auf dieser Seite finden Sie alle NSV-Artikel rund um das Thema Leistungssport.

Weiterführende Informationen:
NSV-Kader

Torben Knüdel wird Internationaler Meister
Montag, 9. Februar 2026 von Benjamin Löhnhardt

Einen großen Meilenstein konnte am vergangenen Zweitligawochenende FM Torben Knüdel (HSK Lister Turm) erreichen. Der ehemalige Leistungssportreferent des NSV konnte durch seinen Sieg gegen GM Mladen Palac virtuell die ELO-Zahl von 2400 knacken. Damit holte er den letzten Baustein der ihm noch zum IM-Titel fehlte.

GM Vitaly Kunin (r.) gegen FM Torben Knüdel (Quelle: NSV)

Der 22-jährige hatte bereits seine 3 Normen gesammelt.

  • Die erste bei der NSV-Kaderfahrt zum Grenke-Open 2024, dort unterlag er zwar Kandidatenturnierteilnehmer und Nationalspieler GM Matthias Blübaum, konnte aber gleich 3 IMs schlagen!
  • Die zweite Norm schaffte Torben beim NSV-Jubiläumsturnier im November 2024. Dort holte er gleich gegen 3 GMs mit einer Elo über 2500 halbe Zähler und konnte Jung-Nationalspieler Hussain Bessou schlagen, die Norm stand schon nach der achten Runde fest.
  • Die letzte Norm gelang ihm Ende Mai 2025 beim Norway Chess Open. Nach mäßigem Start beendete er das Turnier gegen drei GMs und einem starken FM mit 3,5/4 und wurde zudem im Turnier starker dritter und holte sich sein bisher höchstes Preisgeld.

Der Erfolg von Torben ist auch auf diverse NSV-Kadermaßnahmen zurückzuführen, so gab es mehrere Trainingswochenenden mit GM Rustam Kasimdzhanov oder GM Vladimir Baklan, sowie diverse Turnierfahrten.

Herzlichen Glückwunsch an Torben zum Erreichen des IM-Titels und viel Erfolg beim Angriff auf den GM-Titel!

Nach Informationen von: Fabian Stotyn

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NSV-Kadertraining mit GM Rustam Kasimjanov
Donnerstag, 18. Dezember 2025 von Benjamin Löhnhardt

Am vergangenen Wochenende, vom 12. bis 14. Dezember, traf sich der NSV-Kader in Hannover. Austragungsort war die Akademie des Sports. Als Trainer leitete GM Rustam Kasimjanov das Programm. Der ehemalige FIDE-Weltmeister gilt als Weltklassetrainer und brachte seine Erfahrung direkt an die Spieler:innen.

Der NSV-Kader mit GM Rustam Kasimjanov in Hannover (Quelle: NSV)
Ein intensives Training in der Akademie des Sports (Quelle: NSV)

Der Niedersächsische Schachverband freut sich über die gelungene Veranstaltung. Solche Lehrgänge stärken den NSV-Kader.

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ChessBase
NSV-GrandPrix

Turnierarchiv/-anmeldung

14. bis 17. Mai
WWGT in Bad Salzdetfurth
Ausschreibung | Anmeldung

29. bis 30. Mai
Wieste-Cup in Sottrum
Ausschreibung | Anmeldung

06. bis 09. August
Kurt-Pape-Open
Ausschreibung | Anmeldung

LEM

Die LEM 2026 fand vom 02.-05. Januar 2026 in Verden statt.

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Leistungsnadel in Silber für Johannes von Mettenheim
Montag, 15. Dezember 2025 von Benjamin Löhnhardt

Die Freude war groß, als Johannes von Mettenheim die Leistungsnadel in Silber erhielt. Der Niedersächsische Schachverband würdigt damit seine herausragenden Erfolge: den Gewinn der Deutschenjugendeinzelmeisterschaft U18 in diesem Jahr sowie den Titel in der U16 im Vorjahr. Die Auszeichnung überreichte Michael S. Langer, Präsident des NSV. Der NSV ehrt mit der Leistungsnadel Spieler:innen, die besondere sportliche Leistungen erzielen.

Übergabe der Urkunde durch den NSV-Präsidenten an Johannes von Mettenheim (Quelle: Tobias Vöge)

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Johannes von Mettenheim wird mit sensationellen 8/9 neuer Deutscher Meister in der U18 und knackt die 2400er-Elo-Marke
Montag, 23. Juni 2025 von Benjamin Löhnhardt

Der Hannoveraner Johannes von Mettenheim (HSK Lister Turm) war bei dieser DJEM einfach nicht zu stoppen. Er dominierte das Turnier und belegte letztendlich ungeschlagen mit 8/9 Punkten und einer Elo-Performance von über 2600 verdient den ersten Platz.

Johannes von Mettenheim (Quelle: Deutsche Schachjugend)

Deswegen wurde Johannes bei der Siegerehrung (Link: Deutsche Jugendeinzelmeisterschaften 2025 #dem25 | Siegerehrung Stelle 1:58:30 Johannes Auftritt) von Moderator Birger auch spaßeshalber als „Maschine von Mettenheim“ vorgestellt. Durch diese Performance konnte er ebenfalls die 2400er-Elo-Marke überschreiten, welche neben der Erzielung von 3 IM-Normen (von denen Johannes bereits vor zwei Monaten beim Grenke-Open seine erste erzielen konnte) essentiell für die Erreichung des IM-Titels ist. Bereits relativ früh im Turnier wurde klar, dass Johannes sich nach seinem letztjährigen Titelgewinn bei der DJEM 2024 in der Altersklasse U16 auch dieses Jahr einiges vorgenommen hatte. Die ersten 4 Partien konnte Johannes alle für sich entscheiden, darin zeigte er sich stets besser vorbereitet, erreichte Vorteil und verwertete diesen, sodass er sich souverän gegen die nominellen Mitfavoriten FM John Heinrich und FM Maurin Möller durchsetzen konnte. In Runde 5 wartete dann das Duell gegen den an 1 gesetzten Topfavoriten und Vorjahressieger IM Vadym Petrovskiy. In dieser hochklassigen Begegnung konnte letztendlich keine der beiden Parteien im nach der Eröffnung entstandenen ungleichfarbigen Läufer + Doppelturmendspiel objektiven Vorteil erreichen, wenngleich Vadym einige gute praktische Versuche unternahm. In der Folge marschierte Johannes, aber auch sein Verfolger Vadym souverän weiter und beide setzten sich regelmäßig gegen die Konkurrenz durch, wobei Vadym bis zur 8. Runde zwei remis mehr als Johannes abgab, sodass vor der alles entscheidenden 9. Runde sich folgende Ausgangslage ergab: Johannes führte mit 7,5/8 mit einem Punkt Vorsprung vor seinem Verfolger Vadym, der ebenfalls bei eindrucksvollen 6,5/8 stand. Trotz dieses komfortabel wirkenden Vorsprungs war klar, dass Johannes noch keinesfalls durch war, da Vadym die bessere Zweitwertung aufweisen konnte. Dazu kam, dass Johannes in der letzten Runde mit Schwarz gegen FM Luca Englert ran musste, der vor dem Turnier ebenfalls als Mitfavorit gehandelt wurde. Vadym trat währenddessen mit Weiß gegen den nominell schwächeren Julius Semling an. Und obwohl klar war, dass ein halber Punkt für Johannes sicher zur Deutschen Meisterschaft reichen würde, sollte es auf den letzten Metern im Titelrennen noch einmal spannend werden. Zwar konnte Johannes nach der Eröffnung eine ausgeglichene Stellung erreichen und bei Vadym sah es so aus als würde er schwer über ein Unentschieden hinweg kommen, doch auf einmal wendete sich das Blatt: Luca Englert bekam durch einen Bauernvorstoß im Zentrum hervorragende Chancen auf Sieg zu spielen und auch Vadym konnte aus dem nichts klaren Vorteil erreichen.

Doch obwohl die Stellung brenzlig zu werden drohte, behielt Johannes die Nerven, verteidigte sich zäh und setzte letztlich zu einem starken Qualitätsopfer an, dass ihm genügend Aktivität und letztlich sogar Vorteil geben sollte.

Hier glich Johannes mit Sxd7! aus. Auf Kosten der Qualität schaffte er es somit den weißen Zentrumsbauern zu beseitigen und seine Figuren zu aktivieren.

Die Partie ging daraufhin noch über 50 Züge weiter, aber Johannes war nie wieder gefährdet und die einzige Frage war, ob Johannes seinen Vorteil zum ganzen Punkt verwerten könnte. Auch wenn das letztendlich nicht gelang, war klar Johannes hatte es geschafft und konnte somit wenige Stunden später die Deutsche Meisterschaftstrophäe in die Höhe stemmen. Vadym Petrovskiy belegte ebenfalls mit einer fantastischen Performance, die in letzten Jahren sicher für den ersten Platz gereicht hätte, mit 7,5/9 Punkten den zweiten Platz. FM John Heinrich wurde mit 6/9 dritter.

Von links nach rechts Alexander Krastev, Maurin Möller, Vadym Petrovskiy, Johannes von Mettenheim, John Heinrich, Luca Englert (Quelle: HSK Lister Turm)

Nach der DJEM haben wir Johannes noch ein paar Fragen gestellt:

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51. Deutsche Meisterschaft im Schnellschach 2025: Zwei Niedersachsen dabei
Montag, 16. Juni 2025 von Benjamin Löhnhardt

Am Wochenende fanden in Neuwied die 51. Deutsche Meisterschaft im Schnellschach 2025 statt. Mit dabei waren zwei Niedersachsen: Daniel Steiner (Hildesheimer SV) und FM Nikita Nechitaylo (Schach-Drachen Isernhagen). Dem NSV-Kaderspieler gelang es den späteren Sieger zu bezwingen, er landete allerdings im Mittelfeld. Alle Details befinden sich in der Endtabelle.

Infos:

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NSV-Kaderspieler FM Torben Knüdel holt seine dritte IM-Norm!
Montag, 2. Juni 2025 von Benjamin Löhnhardt

Insgesamt bereisten vom 26. Mai – 1. Juni 4 NSV-Kaderspieler das stark besetzte Norway Chess Open in Stavanger. Im Einzelnen waren es FM Nikita Nechitaylo, FM Jan Pubantz, Moritz Gentemann und FM Torben Knüdel.

NSV-Kaderspieler beim Norway Chess Open in Stavanger, v.l.n.r.: FM Torben Knüdel, FM Jan Pubantz, Moritz Gentemann und FM Nikita Nechitaylo (Quelle: NSV)

Am besten lief es für Torben, obwohl er nach einem Auftaktsieg gegen eine stark unterbewertete Inderin nur Remis spielte und in Runde 3 gegen einen IM chancenlos verlor. Doch Torben fing sich holte zwei schnelle Favoritensiege und überspielte auch FM Feliks Tulchynski (ELO 2380) mit den schwarzen Steinen.

Chancenlos war auch GM Vitaly Sivuk gegen Torbens forschem Angriffsschach. Durch den Sieg war recht klar, er braucht noch 1 Punkt aus den letzten 2 Partien. GM Vitaly Kunin war der nächste Gegner, doch Torben opferte völlig korrekt eine Figur für starke Initiative und Angriff, doch der Vorteil verpuffte und sein Gegner war konnte sich mit TSL vs. D in eine theoretische Remisstellung retten, doch Torben griff fehl und sein Gegner hätte ein Mattnetz mit seiner Figurenmacht spinnen können. Chance vertan und so endete die Partie glücklich mit einer Punkteteilung.

GM Vitaly Kunin (r.) gegen FM Torben Knüdel (Quelle: NSV)

Somit gab es das Finale um die IM-Norm und auch um die vorderen Plätze in der Gesamtwertung gegen den schwedischen GM Platon Galperin, der das Turnier vor der Schlussrunde mit 6,5 aus 8 anführte. orben wählte eine solide Eröffnung und stand durchgehend angenehmer. Doch sein Gegner versuchte etwas am Königsflügel. Torben hielt dem Druck stand, ehe es doch noch zum „Drama“ kam. Statt ins sehr remisliche Schwerfigurenendspiel zu gehen, will der Kaderspieler mehr und bekommt nach der gegnerischen Antwort ein Remisangebot.

Doch Torben erspähte das gewinnbringende Dc2!! Und kurz darauf gab sich sein Gegner geschlagen. Doch statt Dd4 (kam von f6), hätte sein Gegner mit Dxe6! Txe6 Td1 wohl in Vorteil kommen können, der Freibauer auf c6 sollte nicht ausreichend Kompensation sein.

So what! Herzlichen Glückwunsch an Torben zur dritten IM-Norm, nun fehlen ihm nur noch einige ELO-Punkte zum ersehnten Titel. Er beendete das Turnier schließlich punktgleich mit dem Sieger GM Vitaly Kunin und dem Zweitplatzierten GM Lev Yankelevich auf dem ausgezeichneten dritten Rang! Da das Preisgeld unter den 3 geteilt wurde, konnte er sich über einen netten Scheck über 2666,66€ freuen!

FM Torben Knüdel auf Platz 3 (Quelle: NSV)

Bei den anderen Kaderspielern lief es hingegen eher unrund.

Nikita startete das Turnier maximal unglücklich mit einer Niederlage. 2,5 Punkte aus insgesamt 4 Runden gegen einen nicht so guten Gegnerschnitt widersprach seinen Erwartungen. Er holte in Runde 5 zwar noch ein Remis gegen einen nominell stärkeren FM. Doch es sollte nicht sein Turnier sein und wurde dennoch mit 5 Punkten auf Rang 49 zweitbester NSV-Kaderspieler.

Denn bei Jan lief es noch deutlich schlechter, er holte lediglich 4 Punkte und wurde 60. Moritz startete sehr gut mit einem Sieg und 3 Remis gegen nominell stärkere Gegnerschaft. Doch am Ende reichten 3,5 Zähler doch nur für Platz 73. Alle Infos in der Endtabelle.

Info:

Nach Informationen von: Fabian Stotyn

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DEM 2025: Ein Fazit zur zweiten Teilnahme von und mit FM Christian Polster
Montag, 2. Juni 2025 von Benjamin Löhnhardt

Vom 15. bis 24. Mai fanden im Herzen Münchens die Deutschen Einzelmeisterschaften 2025 statt. Die Landeshauptstadt Bayerns bot mit Isar, Altstadt und großem Turniersaal im „Fat Cat“ eine stimmungsvolle Kulisse für die besten Schachspielerinnen und -spieler Deutschlands.

Aus Niedersachsen waren mit FM Christian Polster, Tim Sauer und Emma Oellrich drei Vertreterinnen und Vertreter in den entsprechenden Kandidatenturnieren am Start.

Nach einem ersten Interview im Vorfeld stellte sich FM Christian Polster nun erneut den Fragen des NSV – mit dem Blick zurück auf seine zweite Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft.

Christian Polster (Quelle: Frank Binding)

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Torben Knüdel brilliert bei der Deutschen Blitz-Einzelmeisterschaft in München
Montag, 2. Juni 2025 von Benjamin Löhnhardt

Am vergangenen Wochenende fand am Anschluss an die Deutsche Einzelmeisterschaft die Deutsche Blitz-Einzelmeisterschaft in München statt. Vor Ort waren unter anderem die Nationalspieler GM Rasmus Svane, GM Frederik Svane, GM Alexander Donchenko sowie GM Matthias Blübaum. Der niedersächsische Vertreter FM Torben Knüdel (HSK Lister Turm) zeigte in dem hochkarätig besetzten Turnier eine beeindruckende Leistung. Nach einem durchschnittlichen Start fand Torben im Verlauf des Turniers zu seiner Topform und beendete das Turnier mit beeindruckenden 6,5 Punkten aus den letzten 7 Partien. Damit landete der NSV-Kaderspieler mit starken 18 Punkten aus 29 Partien auf dem 8. Platz. Besonders hervorzuheben ist sein Sieg gegen den amtierenden Nationalspieler und letztendlich 3. Platz GM Matthias Blübaum!

FM Torben Knüdel gegen GM Matthias Blübaum (Quelle: NSV)

Zudem konnte er gegen einen weiteren Nationalspieler und den letztendlich neuen Deutschen Blitzmeister, GM Rasmus Svane, ein Remis erkämpfen, wobei in der Partie kurz vor Ende sogar noch mehr drin gewesen war. Mit Torben ist in der deutschen Blitzszene also weiterhin zu rechnen. Den zweiten Platz hinter Svane belegte das junge Riesentalent FM Christian Glöckler, einen halben Punkt vor GM Matthias Blübaum.

Infos:

Nach Informationen von: Jan Pubantz

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Die Deutschen Meisterschaften stehen vor der Tür: Interview mit Landesmeister FM Christian Polster
Dienstag, 13. Mai 2025 von Benjamin Löhnhardt

Es ist wieder soweit: Vom 15.-24. Mai werden sich wieder die besten Schachspieler Deutschlands in München bei der Deutschen Meisterschaft messen. Dieses Jahr ist die Meisterklasse stark besetzt wie nie, oder um es mit den Worten der Deutschen Nummer 1 Vincent Keymer zu sagen:  „Zum ersten Mal kämpfen wirklich die besten deutschen Spieler um den Titel.“ Neben der Meisterklasse findet außerdem das Kandidatenturnier statt, bei dem man sich für die Meisterklasse des nächsten Jahres qualifizieren kann. Auch dieses ist mit vier Großmeistern stark besetzt, unter anderem ist Vorjahresgewinner GM Hagen Poetsch mit dabei.

Im Kandidatenturnier wird FM Christian Polster (HSK Lister Turm) Niedersachsen vertreten, nachdem er das LEM Meisterturnier im Januar souverän ohne Niederlage mit 5,5/7  für sich entscheiden konnte und sich somit qualifiziert hat.

FM Christian Polster beim Niedersachsen Master 2024 (Quelle: Henning Lüders)

NSV: Christian, wie hast du deinen Erfolg im Januar in Erinnerung? Kam dieser für dich überraschend?

Christian: Die LEM habe ich natürlich sehr gut in Erinnerung. Für mich war es natürlich auch etwas überraschend, allerdings auch nicht völlig unerwartet.
Etwas Glück war sicherlich auch dabei. Bei zwei meiner Gewinnpartien war ich bereits mit einer Zugwiederholung einverstanden und habe dann von den Ambitionen meiner Gegner profitiert. Da war mein Startrang (12) vielleicht sogar ein Vorteil, da viele gegen mich gewinnen wollten und mir so auch Chancen gegeben haben, die ich genutzt habe!
Übrigens möchte ich auch betonen, dass ich in den Monaten vor der LEM mein Trainingspensum deutlich erhöht hatte, auch weil Torben Knüdel mit seinen Kadermaßnahmen einen Pull-Effekt auf mich hatte!

NSV: Wie war deine Erfahrung bei deiner ersten Deutschen Meisterschaft 2019?

Christian: Meine Erinnerungen an die DEM 2019 ist zwiegespalten. Die ersten drei Runden waren überragend. Erst gewinne ich gegen FM Jonas Roseneck (ELO 2400) dann gegen IM Nikolas Lubbe (ELO 2450) und dann Remis gegen GM Luis Engel (ELO 2500)!

Die 4. Runde hat mich dann allerdings gebrochen. Ich habe gegen IM Jaroslaw Krassowizkij mit Schwarz gut gestartet und dann nach und nach meine Stellung verschlechtert. Dann hatten wir ein interessantes Endspiel bei dem ich dachte eine Festung errichtet zu haben, doch Jaroslav hat immer wieder neue Ideen gefunden. Es war purer Emotionaler Stress, da ich immer wieder dachte: „Jetzt habe ich es geschafft, das Remis ist sicher!“ Und nur zwei Züge später musste ich feststellen, dass das Remis noch nicht sicher ist. Dies wiederholte sich einige Male bis ich am Ende eine Springergabel nicht mehr gefunden habe, die mich gerettet hätte. So habe ich dann eine meiner längsten Partien überhaupt verloren und davon habe ich mich in dem Turnier auch nicht mehr erholt.

Das ist vermutlich meine schmerzhafteste Niederlage, hat mir aber auch klar gemacht, dass eine Partie erst dann *vorbei ist*, wenn sie *vorbei ist*.

NSV: Hast du für diese Deutsche Meisterschaft ein konkretes Ziel vor Augen oder etwas, worauf du dich besonders freust?

Christian: Ein konkretes Ziel habe ich nicht. Ich will, ähnlich wie bei der LEM, die Chancen nutzen die man mir bietet. Und ich bin davon überzeugt, dass ich auch von stärkeren Spielern Chancen geboten bekommen werde!
Besonders freuen tue ich mich einfach darüber wieder bei einer solchen Meisterschaft dabei zu sein

NSV: Danke dir Christian für die Antworten und viel Erfolg in München!

Neben Christian wird Tim Sauer (HSK Lister Turm) Niedersachsen ebenfalls bei der DEM vertreten. Aufgrund des starken zweiten Platzes des NSJ-Kaderspielers bei der DJEM U16 und einer starken Jugendweltmeisterschaft im vergangenen Jahr, darf er nun auch an der DEM teilnehmen.

Neben der Deutschen Meisterklasse der Herren findet außerdem auch die Deutsche Meisterklasse der Frauen statt. Auch diese ist stark besetzt und das Teilnehmerfeld liegt recht eng beisammen, was ein spannendes Turnier verspricht. Favorisiert ist IM Dinara Wagner. Beim Kandidatenturnier der Frauen wird Emma Oellrich für Niedersachsen teilnehmen. Emma errang im Februar den Frauenlandesmeistertitel und das sogar mit einem ganzen Punkt Vorsprung.

Wir sind gespannt, wie die niedersächsischen Spieler bei der DEM abschneiden werden und Drücken ihnen die Daumen!

Nach Informationen von: Jan Pubantz

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NSV-Kaderfahrt zum Grenke Open 2025: Vorbericht
Donnerstag, 17. April 2025 von Benjamin Löhnhardt

Wie schon im letzten Jahr wird es wieder eine NSV-Kaderfahrt zum Grenke Open geben. Vom 17.-21.04. werden 15 NSV-Kaderspieler beim prestigeträchtigen Open in Karlsruhe um Elo, Preise und Normen spielen. Das international besetzte Turnier bietet für die NSV Kaderspieler die Chance, sich mit Titelträgern aus der ganzen Welt zu messen.

FM Torben Knüdel (l.) und Jan Pubantz (r.) beim Grenke Open 2024 (Quelle: Ralf Westerhoff)

Zusätzlich zum traditionelle Grenke Turnier wird es in diesem Jahr ein Freestyle-Chess Turnier mit klassischer Bedenkzeit geben, in dem die Weltelite des Schachs um Superstar GM Magnus Carlsen antreten wird. Die NSV-Kaderspieler legen den Fokus allerdings auf das klassische Schach und werden in dem Turnier mit bekannter Grundstellung starten.

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