Niedersächsischer
Schachverband
Gefördert durch:
Offene Niedersächsisch‑Bremische Frauenmeisterschaft 2026 und Open in Bremen: Bericht
Freitag, 20. Februar 2026 von Benjamin Löhnhardt

Vom Freitag den 13. Februar bis Sonntag 15. Februar fanden zwei Frauenturniere im Vereinsheim von Werder Bremen statt, die gemeinsam vom NSV und dem Schachverband Bremen ausgerichtet wurden.
Germaine Kickert machte schon im Vorfeld viel Werbung und bereitete alles vor. In der offenen Niedersächsisch-Bremischen Einzelmeisterschaft der Frauen (was für ein Wortungetüm) starteten zu Beginn 14 Spielerinnen, wovon 9 um den Titel der niedersächsischen Landesmeisterin und 4 um den Bremer Titel spielten. Vervollständigt wurde das Teilnehmerfeld von Jinchen Zhang aus Holland. Es hatten sich noch einige Spielerinnen mehr angemeldet, aber viele von ihnen mussten wegen Krankheit absagen oder kamen ohne Absage gar nicht erst. Leider verloren wir im Laufe des Turniers leider auch nochmal zwei Spielerinnen wegen Krankheit, was dann zu der unschönen Situation führte, dass eine Spielerin zweimal kampflos gewann.

Gruppenfoto (Quelle: Sebastian Willing)

In der ersten Runde, in der die obere Hälfte der Rangliste gegen die untere spielt, gab es gleich ein paar Überraschungen. So gewann unser Gast aus Holland gegen Gislain Zöllner, Vorjahresmeisterin Emma Oellrich spielte Remis gegen Liz Eitel, Stefanie Wollscheid remisierte gegen Dr. Svenja von Jan und ich (Ulla Hielscher) hatte einen Bauern mehr, eine sehr gute Stellung und kam dann aber nicht über ein Remis gegen Miriam Leder heraus.

In der zweiten Runde hatte ich wieder einen Bauern mehr, eine gute Stellung und… kam wieder nicht über ein Remis heraus. In den anderen Paarungen setzte sich die Favoritin durch, Hannah Möller und Anna Wilmink spielten Remis.

In der Nachmittagsrunde am Samstag gab es dann den Murmeltiertag: Ich hatte, diesmal als Underdog, einen Bauern mehr, eine gute Stellung und spielte die längste Partie dieser Runde und ihr ahnt es schon,
kam über ein Remis gegen Emma nicht heraus, die eigentlich eine kurze Partie spielen wollte. An der Spitze spielt Dr. Sandra Lobe gegen Anna Remis, wodurch Hannah wieder zu ihr aufschließen konnte.

Am Sonntag morgen hatte ich die Schnauze voll von Mehrbauern und einigte mich früh in ausgeglichener Stellung mit Gislain auf Remis, so dass wir etwas Sightseeing in Bremen machen konnten. Während die anderen noch lange über ihren Stellungen brüteten, sahen wir uns die Stadtmusikanten (bei denen ich durch Anfassen der goldenen Hufe auf Glück hoffte), den Roland und das Schnoorviertel an.

Die Bremer Stadtmusikanten (Quelle: NSV)
Roland (Quelle: NSV)

Somit tankten wir frische Luft und Energie für die fünfte Runde. Die vierte Runde dauerte, obwohl wir ja nicht mehr spielten (wir hatten sonst immer die längsten Partien), trotzdem ziemlich lange, da andere Spielerinnen auch lange spielen können. Sandra gewann gegen Hannah und hatte vor der letzten Runde einen halben Punkt Vorsprung vor Anna. Bei den Bremerinnen lag Liz mit einem halben Punkt vor Stefanie.

In der letzten Runde kam es dann zur Entscheidung: Sandra gewann gegen Marieke Schmidt und wurde Landesmeisterin von Niedersachsen, herzlichen Glückwunsch! Zweite wurde Anna vor Hannah. Stefanie remisierte gegen Ulrike Schlüter, so dass Liz ein Remis gegen mich reichte. Ich wollte aber die Spannung noch aufrechterhalten und lehnte ihr frühes Remisangeboat ab. Aber da ich dieses Jahr in dem Turnier weder gewinnen noch verlieren konnte, ging die Partie dann schließlich doch Remis aus, und Liz wurde Bremer Landesmeisterin, Glückwunsch!

Auch in der letzten Runde wurde noch lange gekämpft, was dazu führte, dass die Siegerinnen Ehrung recht spät stattfand. Emma setzte sich in der letzten Partie des Tages schließlich gegen Miriam durch,
zwischendurch stand sie aber gar nicht so gut.

Die Tabelle kann hier eingesehen werden: https://nsv-online.de/turniere/frauen/2026/frauenlem/fort/, leider funktioniert momentan nur die Kreuztabelle und nicht die Rangliste, die sich weigert, mehr als die 1. Runde anzuzeigen.

Zum NSV Frauen Open kann ich nicht viel sagen, da ich immer sehr lange gespielt habe (oder nach der 4. Runde auf Sightseeing Tour war), aber es spielten dort 16 Spielerinnen mit und im Gegensatz zur LEM war hier Bremen mit 7!  Spielerinnen vertreten. Überlegene Siegerin wurde Marion Wilmink, sie meinte, sie hätte viel Glück gehabt, aber mit 5 aus 5! kann man nicht nur von Glück sprechen, sie hat sich den Turniersieg redlich verdient, Glückwunsch zu dieser starken Leistung! Zweite mit 4 aus 5 wurde Alina Radchuk, die nur gegen Marion verlor und das mit einer Zahl von 930 DWZ, Respekt! Hier die Tabelle des Opens: https://nsv-online.de/turniere/frauen/2026/frauenopen/teilrang/ (Hier funtionieren sowohl die Rangliste als auch die Fortschrittstsbelle).

Da die Zeit schon recht fortgeschritten war, wurden die Siegerinnen Fotos vorgezogen, da einige ihre Züge bekommen mussten. Die eigentliche Siegerehrung begann dann kurz danach. Jede Spielerin bekam eine Urkunde, die ersten drei bekamen einen Pokal und die DWZ Besten bekamen noch ein Schachbund. Die Rückfahrt gestaltete sich leider für mich, Sandra und Gislain als eine Herausforderung. Die Straßenbahn zum Hauptbahnhof kam einfach nicht mehr, die Anzeige zeigte immer wieder an, dass sie in 10 Minuten kommt, aber die 10 Minuten wurden immer wieder angezeigt, auch hier Erinnerungen an den Murmeltiertag.  Sandra ergatterte dann per Anhalter eine Mitfahrgelegenheit und Gislain und ich ergattern ein Taxi. Mein Zug nach Hannover wartete leider noch auf Anschlussreisende und musste unterwegs andere Züge durchlassen, so dass mein Anschlusszug in Hannover, der nicht wartete, schon weg war, so dass ich noch fast eine Stunde Zeit in Hannover hatte und schließlich den letzten Zug nehmen konnte und erst um Mitternacht zu Hause war.

Vielen Dank an Germaine für die Organisation, Durchführung und rundum Betreuung, an Dr. Oliver Höpfner  für das leckere Catering und das reichhaltige Tee Angebot und an den NSV für das Sponsoring der Verpflegung. Es gab während der Runden reichlich belegte Brötchen, Obst und Süßigkeiten auch für verschiedene Getränke war gesorgt.Ich denke, die hohen Teilnehmerzahlen sprechen dafür, dass sich alle wohlgefühlt haben und hoffe auf eine Wiederholung im nächsten Jahr, wo ich dann hoffentlich weniger Remis spiele!

Ulla Hielscher

Infos:

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