Dähne-Pokal-Landesfinale: Von Zügen und Pferdewagen
Sonntag, 21. Dezember 2025 von Benjamin Löhnhardt
Während viele Leute sich am Wochenende vor Weihnachten vermutlich in den Geschenkeeinkaufsstress begeben haben, setzten sich acht Schachspieler entspannt, oder auch ein bisschen angespannt, im Lehrter Vereinsheim an die Bretter um das Landesfinale des Dähnepokals auszuspielen. Alle? Na ja, wer sich auf die DB verlässt, kann schon mal vor Rundenbeginn in Stress kommen. Beim Pfiff zur Abfahrt, äh, dem Anpfiff der Partie fehlte der achte Mann. So ganz war der Zug für ihn dann aber doch nicht abgefahren, da er innerhalb der Karenzzeit den Spielsaal erreichte. Von den vier Partien im Viertelfinale endete die Hälfte mit Remis, sodass hier eine Entscheidung erst im Schnellschachmodus mit vertauschten Farben feststand.
Im Halbfinale wedelte Giorgi Giorgadze mit seiner Platzkarte als DWZ-Stärkster. Nach 25 Zügen, der kürzesten Partie des Turniers, stoppte der Lokführer der schwarzen Figuren die aussichtslose Weiterfahrt. Die Spieler der zweiten Halbfinalbegegnung wähnten sich dagegen anscheinend im TransEuropaExpress. Erst nach 104 Zügen stand mit Wolfgang Löber der zweite Finalist fest.

Den Tender mit frischen Kohlen gefüllt, trafen sich somit die beiden, durch ihre Siege am Vortag schon als Teilnehmer an der Dähnepokal-Endrunde 2026 auf Bundesebene qualifizierten Spieler wieder neben den Gleisen der Schnellbahnstrecke Hannover-Berlin ein. Peu-à-peu stellte Giorgi die Weichen für einen starken Angriff auf die schwarze Königsstellung. Die Pferde wurden vor die Schlachtwagen gespannt, um mit Dame und Turm besetzt souverän den Titel des Dähnepokal-Siegers auf Landesebene sicherzustellen. – Herzlichen Glückwunsch! – Den Hinweis, dass er sich damit auch die Startberechtigung im Meisterturnier der LEM2026, die in weniger als zwei Wochen in Verden startet, erkämpft hat, nahm er lächelnd zur Kenntnis. Recht hat er! Als Kaderspieler des NSV ist er sowieso dafür berechtigt. Wir werden den Weg dieses jungen Spitzenathleten hoffentlich noch lange in Niedersachsen weiter verfolgen können.
Die Ergebnisse:
- Viertelfinale
- Heiko Kampmann – Wolfgang Löber 0,5 : 0,5 ( 0 : 1 )
- Giorgi Giorgadze – Bert Sieber 1 : 0
- Ralf Schöngart – Leon Zweigait 0,5 : 0,5 ( 0 : 1 )
- Justus Ibe – Udo Marks 1 : 0
- Halbfinale
- Giorgi Giorgadze – Justus Ibe 1: 0
- Wolfgang Löber – Leon Zweigait 1 : 0
- Finale
- Giorgi Giorgadze – Wolfgang Löber 1 : 0
Nach Informationen von: Jörg Tenninger
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