Baklan hält gegen Meier, führt vor fünf Verfolgern (Niedersachsen Masters, 7. Runde)
Mittwoch, 20. November 2024 von Conrad Schormann
Zwei Runden vor Schluss ist Vladimir Baklan noch nicht durch, aber kurz davor. Seine Siebtrundenprüfung, Schwarz gegen Georg Meier, hat der ukrainische Großmeister überstanden, ohne sich strecken zu müssen. Dank des Remis gegen Meier bewahrt Baklan mit 5,5 Zählern seinen Vorsprung von einem Punkt vor einer fünfköpfigen Verfolgergruppe.


Will einer der Verfolger Baklan den Turniersieg entreißen, muss es jemand schaffen, den Tabellenprimus zu besiegen. In der achten Runde wird es Mitfavorit Yuryi Kuzubov versuchen. Der war mit einer Niederlage ins Turnier gestartet. Zur achten Runde hat sich Kuzubov zurück ans erste Brett gekämpft. Dort trifft er im ukrainischen Duell mit den schwarzen Steinen auf Baklan.
In der siebten Runde hatte Kuzubov mit Schwarz gegen NSV-Kaderspieler Felix Hampel leichtes Spiel. Schon in der Eröffnung erwischte er den Lokalmatador auf dem falschen Fuß (siehe Diagramm unten). Hampel musste die Partie mit einem Bauern weniger und noch dazu einer kaum koordinierten und entwickelten Stellung bestreiten. Er versuchte, Widerstand zu organisieren, vergebens.

Mit Torben Knüdel hat sich dank eines Siebtrundensiegs über Sarah Papp ein NSV-Kaderspieler ins Quintett der Verfolger gekämpft. Damit hat Knüdel (Eloperformance 2489) gute Aussichten auf eine IM-Norm. “Wie Weihnachten heute”, schwärmte der NSV-Referent für Leistungssport, als ihm die Auslosung für die achte Runde die zweite Weißpartie des Tages bescherte – allerdings gegen einen veritablen Widersacher. Knüdel trifft am dritten Brett auf den ungarischen Großmeister Peter Prohaszka.

Prohaszka versuchte in der siebten Runde mit Weiß gegen Anthony Petkidis sein Möglichstes, um den Abstand auf Baklan zu verkürzen. Zwischenzeitlich sah es dank eines auf d6 eingepflanzten Oktopus-Springers gut aus, aber im Endspiel war Prohaszka nahe daran, die Partie zu überziehen und sogar zu verlieren.

Für den Zug des Tages zeichnet der Ukrainer Andrey Sumets verantwortlich. Nach bescheidenem Start wird Sumets nicht mehr ganz oben eingreifen, ist aber mit dem zweiten Sieg in Folge in Fahrt gekommen. Im Großmeisterduell gegen Rainer Polzin machte Sumets sehenswert den Sack zu.
Momente der 7. Runde:








