Niedersächsischer
Schachverband
Gefördert durch:
Bericht aus Niedersachsen zum DSB-Kongress 2023 in Berlin
Montag, 22. Mai 2023 von Benjamin Löhnhardt

Gestern ging der Kongress des Deutschen Schachbundes (DSB) 2023 in Berlin zu Ende. Unsere vierköpfige Delegation mit NSV-Präsident Michael S. Langer, NSV-Vizepräsident Jörg Tenninger, Sportdirektor Dirk Rütemann und Verbandsentwickler Niklas Prahl war in Berlin präsent.

Delegation des NSV, v.l.n.r.: Verbandsentwickler Niklas Prahl, Präsident Michael S. Langer, Sportdirektor Dirk Rütemann und NSV-Vizepräsident Jörg Tenninger (Quelle: Niklas Prahl)

Thematisch wurde der gesamte DSB-Kongress von den Missständen der letzten Jahre, den finanziellen Folgen und den Neuwahlen dominiert.

Wir als Niedersächsische Delegation hatten uns 3 inhaltliche Schwerpunkte für den Kongress gesetzt, die wir als Grundlage für unsere eingebrachten Anträge und Abstimmungen gesetzt hatten.

Zum ersten haben wir uns für eine sachgerechte und transparente finanzielle Mittelverwendung eingesetzt. Uns war es wichtig, dem DSB in den nächsten Monaten eine Handlungsfähigkeit einzuräumen und es dem DSB so zu ermöglichen wichtige Projekte wirtschaftlich nachhaltig umzusetzen. Parallel dazu sollten und sollen die Missstände der Vergangenheit ergebnisorientiert aufgearbeitet werden.

Dies leitet in den 2. Punkt über, für den sich unsere Delegation ausgesprochen hat: Bewältigung der Krisensituation im DSB. Neben der finanziellen mussten dafür auch personelle Entscheidungen getroffen werden. Für die Überwindung der Krise brauchen wir kompetente haupt- und ehrenamtliche Köpfe. Das neue gewählte Präsidium des DSB setzt sich aus der Präsidentin Ingrid Lauterbach, dem Vizepräsidenten für Finanzen Axel Viereck, dem Vizepräsidenten für Sport Prof. Dr. Jürgen Klüners und dem Vizepräsidenten für Verbandsentwicklung Guido Springer zusammen. Mit ihnen wurden viele weitere Referenten und Beauftragte gewählt … oder nicht gewählt. Wichtige Posten, wie z.B. der FIDE-Rating Officer, blieben vakant. Wir wünschen den neuen Verantwortlichen viel Erfolg!

Zur Zukunft des Schachsports gehört automatisch auch immer die Deutsche Schachjugend (DSJ), dem dritten Schwerpunkt, mit dem wir in den Kongress gegangen sind. Eine respektvolle und nachhaltige Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit dem DSB halten wir für unerlässlich, damit der Schachsport in Deutschland eine Zukunft hat.

Auf der Sachebene mussten wir uns, als Vertreter der Niedersachsen, bei allen 3 Themenblöcken in einem demokratischen Prozess die Mehrheitsverhältnisse anerkennen. Eine deutliche Beitragserhöhung mit unklarem Verwendungszweck konnten wir nicht verhindern. Bei Personalfragen blieben relevante Posten unbesetzt. Bezüglich des Umgangs mit der DSJ mussten wir eine mehrheitliche Stimmung der gleichgültigen aber auch konsequenten Ablehnung miterleben. Eine Absicht die Zusammenarbeit zu verbessern und die finanziellen Probleme zu lösen, war nur bei wenigen Stimmberechtigten zu erkennen. Wir als Niedersächsische Delegation haben uns bis zum Schluss für die Belange der DSJ ausgesprochen. Jedoch mussten wir zum Ende des Kongresses fast schon konsterniert feststellen, dass selbst eine Insolvenz der DSJ billigend und kommentarlos, in Kauf genommen würde.

Unser persönliches Fazit als Delegation fällt ernüchtert einordnend aus. Mit Enttäuschung mussten wir feststellen, dass die Mehrheit sich für alternative Wege entschieden hat. Wir werden uns trotzdem weiterhin für die Belange unserer Mitglieder stark machen und auch den DSB als Dachverband auf seinem Weg aktiv begleiten.

Im Namen Eures Delegationsteams

Niklas Prahl, Referent für Verbandsentwicklung

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