Niedersächsischer
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HSK Lister Turm feiert doppelte Vizemeisterschaft bei Norddeutscher und Deutscher Blitzmannschaftsmeisterschaft
Dienstag, 19. Juli 2022 von Benjamin Löhnhardt

Mit Uelzen, Hameln, Nordhorn-Blanke und Wolfenbüttel performen weitere Niedersächsische Teams stark!

Am vergangenen Samstag fanden in Wittenberge die Norddeutschen Blitzmeisterschaften statt und Niedersachsen war stark vertreten. Mitfavorit HSK Lister Turm (IM Jakob Pfreundt, FM Felix Hampel, FM Tobias Vöge, FM Christian Polster), zudem die junge Uelzener Mannschaft (Torben Knüdel, Jacob von Estorff, Justus Jonas Bargsten, Imamali Askerow), die starken Blitzer aus Hameln (FM Matthias Tonndorf, Kai Renner, Lutz van Son, Igor Belov), das Nordhorner Team (IM Frank Kroeze, CM Fabian Stotyn, Alexander Baisakow, Ludger Höllman) und die Wolfenbüttler (Patrick Wiebe,Andreas Bilawer, Florian Jürgens, Fabio Rogner).

Neben den Türmen gehören naturgemäß König Tegel, St. Pauli, Werder Bremen (auch wenn die nur zu dritt waren), Norderstedt und der Gastgeber aus Schwerin zum Favoritenkreis.

Die 1.Runde begann direkt höchst unglücklich für die Hannoveraner: Direkt ging es gegen König Tegel und scheinbar gab es Verwirrung um die Aufstellung, jedenfalls saßen Felix und Tobias am jeweils anderen Brett und der erspielte 2,5-Sieg wurde leider in eine 1,5-Niederlage umgewandelt. Aber es sollte die einzige Niederlage beim Lister Turm sein. Es gab lediglich noch 2-2 Unentschieden gegen St. Pauli und 3 Bremer. Die NDS-Duelle gingen fast ausschließlich mit 3-1 an den Zweitligaaufsteiger, lediglich gegen Hameln wurde es mit 3,5 noch etwas höher. Am Ende war der Lister Turm mit 42-4 MP gleich mit König Tegel (da war ja was …) und es fehlten 6,5 Brettpunkte für einen möglichen Titel. Am wenigsten dafür können wohl Tobias mit 19,5/22 und Christian mit 19/21 (+ein kampflosen).

Auch die Uelzener hatten sich viel vorgenommen, allen voran Torben am Spitzenbrett. Bis auf ein 2-2 gegen Werder Bremen hatten es die Postler schwer gegen die Topfavoriten. Die weiteren Niedersachsenduelle konnte sie ebenfalls teils deutlich teils knapp für sich entscheiden. Doch ein starker 3-1 Erfolg gegen die leicht schwächelnden Spieler aus Norderstedt und durch viele Favoritensiege landete Uelzen mit 34-12 Mannschaftspunkten auf einem sehr starken 6.Rang und qualifizierte sich nicht nur für die deutschen am nächsten Tag, sondern auch für die Norddeutschen im kommenden Jahr. Die meisten Punkte sammelte am dritten Brett Justus mit 17/22.

Uelzen gegen Schwerin … rechts Uelzen mit (von vorne) Torben Knüdel, Jacob von Estorff, Justus Bargsten und Imamali Askerow – Schwerin links mit Karsten Schulz, Sebastián Kersten, Hendrik Reichmann und Christoph Wolf. (Quelle: Fabian Stotyn)

Mit dem Hamelner SV schaffte es noch eine dritte Niedersächsische Mannschaft sich nicht nur für die deutschen zu qualifizieren, sondern auch für die kommende Norddeutsche. Die Hamelner fingen sich nach einem mäßigen Start und legten einen Spurt hin den Usain Bolt nur schwer toppen kann 😊. Mit ungefähr 50% nach 11 Runden startete der starke RUN –) 6 Siege am Stück (u.a. gegen den Zweitligisten aus Norderstedt und den starken Bremern) spülten Hameln in der Livetabelle hoch auf Rang 6. Auch wenn sie am Ende noch etwas federn ließen, blieb am Ende ein starker 8.Rang. Topscorer war Matthias mit 12,5/22, wobei die Hamelner sehr ausgeglichen punkteten.

SK Nordhorn-Blanke gegen SC Noris Tarrasch Nürnberg, von links: Frank Kroeze, Fabian Stotyn, Alexander Baisakow und Ludger Höllman (Quelle: Fabian Stotyn)

Einen Platz und einen Mannschaftspunkt hinter Hameln landete nach 23 Runden (davon einmal spielfrei) Nordhorn-Blanke. 26-20 MP standen am Ende auf dem Zettel. Durch den Letztrundensieg gegen Hameln kletterten die Nordhorner noch in die Top 10 auf Rang 9. Gegen die Top 7 war für das Quartett mit der wohl weitesten Anreise wenig zu holen, auch wenn es kein 0-4 gab. Es gab mehrere Achtungserfolge wie die Remis von Frank und mir gegen St.Pauli, Alexanders Sieg gegen Hannover oder Ludgers Erfolg gegen Norderstedt. Am meisten Punkte sammelte Ludger mit 15/22.

In der kompletten Außenseiterrolle waren die Spieler von Caissa Wolfenbüttel. Die mit ihrem Neuzugang Patrick den Topscorer am Spitzenbrett hatten. Immerhin holte Caissa ein Unentschieden gegen Hameln, sowie ein megastarken 3,5-Sieg gegen die vor denen platzierten Spieler von Potsdamer SV Mitte. Auf jeden Fall schafften die Wolfenbüttler es vor ihren Setzlistenplatz zu enden. 12-34 MP reichten am Ende für Rang 18 und wäre man lang genug geblieben, hätte es möglicherweise auch noch als Nachrücker für die deutschen gereicht, da die Teilnehmerzahl am Sonntag ungerade war.

Endtabelle Norddeutsche Blitzmeisterschaft

Nachdem wir uns mit 4 Teams qualifizieren konnten, gingen wir auch zumindest mit 3 Teams gemeinsam in Wittenberge essen: Hannover, Uelzen und Nordhorn stärkten sich in einem netten mexikanischem Restaurant, die genau auf die Anzahl der getrunkenen Biere achteten #Insider 😉 Und am Ende mehr Bier auf der Rechnung hatten als definitiv getrunken wurden. Im Anschluss ging es für einige noch ins nahegelegene „Klimbim“, wo wir auch die halbe Hamelner Mannschaft noch trafen und den Abend ausklingen ließen.

Nordhorn und Uelzen bei der Abendgestaltung, von links vorne einmal um den Tisch: Alexander, Fabian, Justus, Jacob, Tobias, Christian, Felix, Imamali, Torben, Frank und Ludger (Quelle: Fabian Stotyn)

Am Sonntag bei den Deutschen Blitzmannschaftsmeisterschaften in Wittenberge (Ergebnisse/Tabelle) traten die NDS-Teams alle in gleicher Aufstellung an, außer der HSK Lister Turm legte nochmal nach. Für den verhinderten IM Jakob Pfreundt reisten IM Ilja Schneider und IM Dennes Abel für die ersten beiden Bretter an und die Türme wechselten ein wenig zu fünft durch.

Die Türme starteten auch sehr furios –) 4 Spiele 4 Siege und Dennes glänzte mit 4 aus 4. Insgesamt war das 4-0 gegen den späteren Deutschen Meister aus Düsseldorf in Runde 4 eine kleine „Machtdemonstration“. Als er in Runde 5 aussetzte kam eine sehr sehr sehr ärgerliche Niederlage zu Stande. Gegen Heilbronn versuchte Ilja mit TS gegen T noch den 2-2 Ausgleich zu besorgen. Bei gefühlten 100  Zuschauern + diversen Schiedsrichtern gelang es ihm leider nicht das Endspiel zu gewinnen und das 2-2 zu sichern. Allerdings gab es einen „falschen“ Zug des Gegners den nicht nur Ilja hätte reklamieren können, sondern die Schiedsrichter auch reklamieren hätten müssen! Ein korrekter Zug hätte den Turmgewinn bedeutet und damit das 2-2 Unentschieden. Nach „spielfrei“ und einer ärgerlichen Niederlage gegen König Tegel sowie einem Unentschieden gegen Nürnberg war die Titelhoffnung schon erloschen. Doch 8 Siege in Folge brachten Hannover wieder in eine angenehmere Position auch wenn es schien, dass vorne Düsseldorf und König Tegel das Rennen unter sich ausmachen. In Runde 17 gab es die letzte Teamniederlage gegen ein starkes Bayern München und vor der letzten Runde trennte Hannover einen halben Brettpunkt von König Tegel um noch den starken 2.Rang zu erobern. Spannenderweise konnte ausgerechnet Nordhorn Schützenhilfe leisten, wir bekamen den Auftrag mindestens einen halben Brettpunkt zu holen. Sofern die Türme ihr Match mit 4-0 gewinnen. Tatsächlich stand es dann 4-0 für den HSK und 0-3 für Nordhorn gegen König Tegel. Ehe Fabian doch noch das nötige Remis holte, wodurch die Türme aufgrund der Drittwertung zweiter wurden. Überragend war Ilja der am Spitzenbrett ohne Niederlage blieb und 16,5/19 holte.

Deutsche Blitzmannschaftsmeisterschaft: 2. Platz für HSK Lister Turm, v.l.n.r.: Guido Springer (Präsident LSVMV), Dennes Abel, Tobias Vöge, Ilja Schneider, Christian Polster, Felix Hampel und Michael Fuhr (Präsident LSBB)

Trotz eines Fehlstarts wurde am Ende das Team von Uelzen 13. und damit Zweitbestes NDS-Team. Besonders stark war der 2,5 Sieg gegen König Tegel –) Ja Torben du hast gegen GM Robert Rabiega (dem Brettbesten an Brett 1: 19/22) das CM-Remis geholt. Das 2-2 gegen St. Pauli war ebenso stark! Und die einzige Niederlage gegen ein schlechter platziertes Team war gegen Nordhorn wonach der Score an allen Brettern interessanterweise 1-1 war an dem WE. Mit 12/22 war Imamali der Uelzener Topscorer.

Nur einen MP weniger hatte die Nordhorner Vertretung, die mit insgesamt 9-7 MP startete und dabei u.a. die Revanche vom Vortag gegen Oberschönweide schaffte und das NDS-Duell gegen Hameln knapp gewann. Die Siege gegen Norderstedt und Uelzen brachten die SK-ler zwischenzeitlich auf Rang 10. Nach 2 Niederlagen + einmal spielfrei holten Nordhorn noch nette Siege gegen Bamberg und Ettlingen. In den letzten Runden kam nur noch ein 2-2 gegen Heilbronn dazu. Gegen den Lister Turm konnte ich dann den Figurenvorsprung nicht verwerten und musste mich am Ende mit Remis zufrieden geben, was die 1,5-Niederlage bedeutete. Das Ende ist oben bereits erzählt ?? ich warte noch auf das Dankesbier aus Hannover ??. Am besten scorte Alexander mit 12,5/22.

Für Hameln lief es nach ihrem starken Auftritt am Vortag überhaupt nicht. Den ersten beiden Mannschaftspunkt holten sie erst in Runde 8 und 9 beim jeweiligen 2-2 gegen Ettlingen bzw. gegen die starken Schweriner. Den einzigen Sieg gab es in Runde 19 gegen den Hamburger SK. Dennoch gab es einige persönlich schöne Ergebnisse wie der von Lutz gegen die am Ende auf Rang 4 geführten St.Paulianer, Kais Sieg gegen König Tegel oder Mattias Remis gegen Ilja. Dennoch blieb am Ende nur der 23.Platz über. Am meisten Punkte holten Matthias und Lutz mit jeweils 6/22.

Nordhorn und Hameln berichteten auf ihren Vereinswebseiten von dem Wochenende.

Nach Informationen von: Fabian Stotyn

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