Niedersächsischer
Schachverband
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Landeseinzelmeisterschaft 2012 ist gestartet….
Dienstag, 3. Januar 2012 von Marcel Jünemann

Vorab: Ein Frohes Neues Jahr 2012 an alle Schachfreunde!

 

Bereits am gestrigen 02. Januar ist in Verden (Aller) mit der Landeseinzelmeisterschaft 2012 das erste Highlight des taufrischen Schachjahres gestartet. Mit einem positiven Fazit zu Beginn: Denn die Resonanz auf die LEM 2012 ist trotz der unglücklichen Terminkollision mit dem Ende der Weihnachtsferien in Niedersachsen äußerst zufriedenstellend.

18 Teilnehmer kämpfen in Verden derzeit im Meisterturnier um die Fahrkarte zur Deutschen Einzelmeisterschaft, 155 Teilnehmer spielen im Open um (DWZ/Elo) Punkte und Preisgeld.

 



Der Auftakt

Die erste Runde eines Turniers ist immer etwas Besonderes. Vor allem bei Turnieren im Schweizer System-Modus. Spielstärkeunterschiede von 500 oder mehr DWZ Punkten (auf dem Papier wohlgemerkt) sind da keine Seltenheit. Bei dieser David gegen Goliath Konstellation ist es auch nicht verwunderlich das jeder Teilnehmer seine ganz eigenen Fragen und Zweifel vor dem Startschuss hegt: „Hoffentlich komme ich gut ins Turnier und die Form stimmt“. „Gönnt mir der ’alte Mann’ gegenüber vielleicht ein Remis?“ und im  Gegenzug: „Hoffentlich ist der ’Knirps’ nicht hoffnungslos unterbewertet und schiebt mich zusammen“…

Diese oder ähnliche Zitate gehören einfach zum Turnierauftakt und machen dessen Reiz aus. Dementsprechend knisternd ist die Atmosphäre als NSV-Präsident Michael S. Langer um kurz nach halb Zehn die Erste Runde frei gibt.

 

Im Meisterturnier setzten die Turnierfavoriten Nikolas Lubbe (Hagen) und IM Sebastian Plischki (Bückeburg) mit relativ lockeren Siegen über Heiko Warns (Oldenburg) und Spartak Grigorian (Wildeshausen) gleich ein Ausrufezeichen. Federn lassen musste hingegen der Setzlisten Zweite FM Wilfried Bode (Hameln) der gegen Simon Tennert (Salzgitter) nicht über ein Remis hinauskam. Aber trotz interessanter Partien, es gibt vom Auftakt des Meisterturniers nicht viel Erwähnenswertes zu berichten.

Die Übersicht mit allen aktuellen Ergebnissen gibt es hier: 

Ergebnisse Meisterturnier

 

Und auch im Open zeigten die favorisierten Spieler kaum Schwächen. Mancher „Goliath“ kam zwar mächtig ins Wanken, aber fiel letztlich doch nicht. Man musste schon bis Brett 50 schauen um eine Überraschung zu erleben: Hier musste sich mit Kilian Böhning (gegen Mathias Rast) zum ersten Mal der stärkere Spieler geschlagen geben. Für eine weitere Überraschung sorgte dann nur noch Niklas Brinkers (Nordhorn), der Bernd Kimmich besiegen konnte. Wie das genau passiert ist, kann der interessierte Leser in dem

 

unterhaltsamen LEM-Blog von Fabian Stotyn nachlesen. Und zwar hier: Fabians LEM Blog

Der Nordhorner Bloggt aktuell und kurzweilig direkt aus Verden. Lesenswert.

 

Die Übersicht mit allen aktuellen Ergebnissen des Open gibt es hier: Ergebnisse Open 

 

Die Auslosung zur Zweiten Runde präsentierte dann sehr gehaltvolle Paarungen.

Am Spitzenbrett des Meisterturnier lieferte sich Titelverteidiger Nikolas Lubbe mit den Schwarzen Steinen ein packendes Duell mit Patrick Lick. In einem Schwerfigurenendspiel mit jeweils Zwei Türmen und Dame und beiderseits offener Königsstellung nutzte er nach Fünf Stunden Spielzeit die gebotene Chance um den vollen Punkt einzufahren. Etwas einfacher hatte es hingegen IM Sebastian Plischki der Max Meessen (Oldenburg) ebenfalls mit Schwarz bezwang. Heute kommt es dann schon zum direkten Vergleich der beiden. Ebenfalls eine reine Weste hat Sebastian Müer (Oldenburg), der gegen Timo Oehne gewann. Nicht rund läuft es dagegen für FM Wilfried Bode, der gegen seinen Vereinskamerad Kai Renner wieder nicht über ein Remis hinauskam. Somit führt nach zwei Runden Nikolas Lubbe, vor Sebastian Müer und IM Sebastian Plischki (alle 2 Punkte). In Lauerstellung halten sich Enno Eschholz (Wildeshausen) und Jens Schulz (Nordhorn) mit 1,5 Punkten.

 

Und auch im Open mussten die vorderen Ränge bereits Federn lassen. Während der Setzlisten Erste Torben Schulze (PSC Hannover) noch eine Weiße Weste vorweisen kann (zusammen mit 29 weiteren Spielern), kam das Trio Paul Ten Vergert (Nordhorn – Setzlistenplatz 2), Matthias Tonndorf (Bad Salzdetfurth – Setzlistenplatz 3) und FM Holger Hebbinghaus (Marmstorf/Harburg – Setzlistenplatz 4) nicht über ein Remis hinaus. Das hier bei Sieben Runden jeder halbe Punkt das Zünglein an der berühmten Waage sein kann, scheint jedem Teilnehmer klar zu sein. Dementsprechend boten die 155 Teilnehmer des Open sehr attraktives Kampfschach. Emotionen gehören hier dazu, aber trotzdem verlief das Turnier am ersten Tag äußerst harmonisch und Fair, so dass die Turnierleitung um Sportdirektor Detlef Wickert und Klaus Schumacher einen entspannten ersten Tag verbringen konnten.

 

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