Niedersächsischer
Schachverband
Gefördert durch:
Frauen-Ländermeisterschaft – ein Bericht von Reiner Gniffke
Donnerstag, 11. Juni 2009 von Michael Gründer

Die Unternehmung Deutsche Schachmeisterschaften für Frauenauswahlmannschaften der Bundesländer in Braunfels 2009

Zur Mannschaftsbesprechung am Donnerstag, dem 4. Juni nutzte der Vertreter Braunfels die erste Pause der Turnierleiterin Petra Mense, umseine Bewerbung für 2010 abzugeben. Wenn das nicht professionell ist. Der neue Referent für Frauenschach, Dan-Peter Poetke, wird es wahrgenommen haben. In seiner Eröffnungsansprache, in der er sich das erste Mal persönlich der „Gemeinde“ vorstellte, wurde nicht nur zwischen den Zeilendeutlich, dass es Diskussionen über die Zukunft des Frauenschach im Allgemeinen an verschiedenen Orten gibt.

Nun ja, wir mussten jetzt erst einmal spielen. Baden wurde uns in der ersten Runde zugelost. Ausgerechnet Baden – gegen dieses Teilbundesland sahen wir noch nie gut aus. Diesmal sah es aber nach einer Trendwende aus. 

1 ½ Stunden vor Schluss lagen wir mit 3 : 2 Punkten in Führung. Die vier noch offenen Partien am zweiten, dritten, vierten und fünften Brett sahen zumindest nicht hoffnungslos aus.
Das Endergebnis lautet —– 3 : 5 !! Wie gesagt, Baden.

Die Stimmung war aber nicht niedergeschlagen. Die Truppe war noch gut dabei. Wer war überhaupt dabei diesemal ? Mariné Zschischang aus dem Weltdorf  Witzendorf, Jasmin Laake, zur Zeit wohnhaft in Karlsruhe, die Fast-Hannoveraner Dorothee Schulze und Hilkka Saal, Bettina Blübaum aus Braunschweig, Claudia Markgraf aus Osterode, Göttingen und Hannover, Ev-Gislain Zöllner aus Hamburg und die Rattenfängerin Felicitas Mai.

Der zweite Spieltag beginnt mit der Auseinandersetzung gegen Württemberg. Richtig, erst Baden, dann Württemberg. Aber der andere Teil des Bundeslandes Baden-Württemberg ist bei weitem nicht so stark besetzt. Die Chancen für die ersten zwei Punkte stehen nicht schlecht.  Und sie beginnen sich sogleich mit dem Remis am ersten Brett zu bestätigen, deshalb, weil es von der Zahl her am kritischsten war. Es folgen volle Punkte von Hilkka, Dorothee, Felictias und Bettina, die Mannschaftsführung kann aufatmen und nimmt die 1en von Claudia und Ev-Gislain gerne mit. Zum Schluss kommt leider noch eine 0 durch Jasmin zustande. Wer den Stil von Jasmin kennt, weiß, dass sie ständig am Abgrund schwebt. Oftmals geht es gut, diesmal nicht.

Das zweite Spiel des langen Spieltages wird nach einer Pizza gegen die Auswahlmannschaft der Bundeshauptstadt ausgetragen.

Wir sind auf dem dritten Tabellenplatz, mal seh`n wo die Reise hingeht.

Die Reise beginnt mit einer Punkteteilung von Claudia. Sie kennt ihre Gegnerin schon seit langem. Die ersten Züge ……..und man einigt sich. Dorothee bringt uns mit einem Jasmin mit zwei Punkten in Führung. Da könnte was gehen. Diesmal brennt das Brett besonders bei Bettina. Eine Punkteteilung von Ev-Geslain, deren Stellung  zwischenzeitlich  sehr durchwachsen aussah, lässt uns weiter hoffen. Während ich rechne, an Brett 1 könnte  es ein Remis geben, erfreut mich Felicitas mit ihrem dritten vollen Punkt. Den Franzosen  mit Gerd Kaiser zu üben hat sich gelohnt. Nun holen die Berliner auf. Bettinas Brett hat aufgehört zu brennen. Fast gleichzeitig wendet sich an Brett eins das Blatt zu unseren  Gunsten. Mariné zwingt ihre Gegnerin zur Aufgabe. Der Wettkampf ist gewonnen. Das I-Tüpfelchen setzt Hilkka auf. Lange Zeit war ihr Spiel ausgeglichen. Im Endspiel riskiert ihre Gegnerin zu viel. Das Ergebnis heißt 6 : 2 für Niedersachsen und wir haben den  zweiten Tabellenplatz erobert. Nun geht es gegen das Gastgeberland. Die Hesse kommen.

… und sie kommen am dritten Spieltag gewaltig. Nach der Rangliste, die nach den Wertungszahlen vorab veröffentlicht wurde, sind sie nach NRW auf dem zweiten Platz, was sie dann auch durch Ergebnisse belegen. Diesmal konnten die beiden letzten Bretter nicht punkten.  Das war entscheidend für die Niederlage von 3 : 5. Am schlimmsten erwischte es Bettina. Der Wettkampf steht 3:4 gegen uns und sie muss in aussichtsreicher Remisstellung einen aussichtslosen Gewinnversuch unternehmen, der dann auch scheiterte.

Ein wenig Niedergeschlagenheit macht sich breit, die noch durch die Tatsache verstärkt wird, dass uns nun die bisher verlustpunktfreie Mannschaft Nordrhein-Westfalen zugelost wird.

Die letzte Runde, ach ja, vor ihr befanden wir uns auf dem vierten Platz. Nach ihr wird es der sechste sein. Gegen NRW hatten wir keine Chance. Fünf recht schnellen Remisen folgten drei Niederlagen. Unser Gegner gewann das Turnier mit drei Punkten Vorsprung (bei fünf Runden !) vor Thüringen und Hessen.

Das Fazit des Turniers ist dreigeteilt. Unglücklicher Auftakt, starkes Mittelspiel und Schwächen zum Schluss. Zwei Mitspielerinnen erwähne ich besonders. Mariné Zschischang hat am ersten Brett nicht ein einziges Spiel verloren und dass gegen Gegnerinnen, die alle zwischen DWZ 2050 und 2200 liegen, Respekt. Besonders glücklich war am letzten Brett Felicitas Mai, die vorher Bedenken hatte ob sie denn mithalten könne. Ein einziges Spiel verloren, 3,5 Punkte, Respekt.

Von Reiner Gniffke, NSV-Referent für Damenschach

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