Niedersächsischer
Schachverband
Gefördert durch:
IM-Turnier Grömitz Runde 7
Donnerstag, 4. August 2005 von Archiv

Ergebnisse der 7. Runde:

Petrosian – Huschenbeth =
Lubbe – Kopylov =
Langrock – Zaitsev 1-0
Breuer – de Wiljes 0-1
Markgraf – Lanka 1-0

Rundenbericht von Suren Petrosian:

Freitag, 5.August 2005

Die siebte Runde stand am Freitag auf dem Programm.

Suren Petrosian trat mit den weißen Steinen gegen Niclas Huschenbeth an. Ein Bauernopfer in der Eröffnung nahm der Hamburger nicht an und so erreichten beide eine Symmetriestellung, die keiner als besser einschätzte. Remis war die logische Schlussfolgerung.

Ebenfalls remis endete die Begegnung zwischen Nikolas Lubbe und Michael Kopylov. Um einem theoretischen Geplänkel und einer möglichen Vorbereitung aus dem Weg zu gehen, wählte der Internationale Meister aus der Ukraine die Eröffnung 1. … b6. Der Niedersachse ließ sich davon allerdings nicht beeindrucken und erarbeitete sich einen Raumvorteil. Schwarz blieb dabei jedoch ohne wirkliche Schwäche. Das Remisangebot nahm das Nachwuchstalent dann schließlich an.

Überzeugen konnte abermals Hannes Langrock. Er besiegte den Internationalen Meister Mikhail Zaitsev und rückte damit seinem Ziel, dem Erreichen einer IM-Norm, ein großes Stück näher. Die ganze Zeit im Vorteil verwertete er seine bessere Stellung aus dem Spanier heraus sehr geschickt. Er wickelte frühzeitig in ein einfach gewonnenes Doppelturmendspiel ab. „Es war ein Eröffnungssieg“, äußerte er zufrieden nach der Partie. Mit nun fünf Punkten fehlt ihm noch einer für das Erreichen der Norm.

Seinen zweiten Sieg konnte Jan-Hendrik de Wiljes mit Schwarz gegen Stefan Breuer verbuchen. In der französischen Abtauschvariante konnte der Weiße keinen Vorteil erlangen. Schwarz erhöhte im Folgenden zunehmend den Druck, gewann Raum und verbesserte sine Figurenstellung, während der Weiße mehr und mehr zurückgedrängt wurde. De Wiljes gewann einen Bauern. In Zeitnot versuchte der Weiße das Ruder noch zu wenden, was jedoch nichts mehr brachte. „Es geht doch noch“, sagte der Ricklinger nach der Partie.

Am längsten dauerte die Partie von Alexander Markgraf gegen Zigurds Lanka. Im Rauser wählte Markgraf eine Nebenvariante, welche gleiches Spiel hervorbrachte. Im Mittelspiel mit ungleichen Läufern schien es dann der Weiße zu sein, der die Überhand gewann. Er opferte zwei Bauern für die Aktivierung seiner Türme und das Eindringen in die gegnerische Stellung. Das Remisangebot des Großmeisters ablehnend versuchte der Deutsche noch mal alles. Er gewann zunächst die zwei Bauern wieder, tauschte die Türme und verblieb mit einem starken Freibauern. Der Großmeister fand lange Zeit die besten Verteidigungszüge, übersah dann jedoch noch den Verlust zweier weiterer Bauern und gab später auf.

Nach der siebten von neun Runden führt damit Hannes Langrock mit fünf Punkten vor Suren Petrosian (4,5) und Alexander Markgraf, der gleichauf mit Zigurds Lanka ist.

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